Kreis Heinsberg: Arbeitsgruppe Jugendschutz startet Kampagne: „Weniger Alkohol”

Kreis Heinsberg : Arbeitsgruppe Jugendschutz startet Kampagne: „Weniger Alkohol”

„Weniger Alkohol” lautet der Titel einer Kampagne, die die Arbeitsgruppe Jugendschutz im kommenden Jahr starten will.

Wie Kreisjugendamtsleiter Hans-Willi Oehlschläger und Kreisjugendpfleger Friedhelm Sieben im Jugendhilfeausschuss berichteten, finanzieren die fünf Jugendämter die Kampagne gegen den Alkoholmissbrauch von jungen Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren gemeinsam.

Als Gesamtauftraggeber hofft der Kreis Heinsberg auf ein Sponsoring von etwa 25.000 bis 30.000 Euro bei Gesamtkosten von zunächst kalkulierten 53.400 Euro. Außerdem wurde ein Antrag auf Landesmittel gestellt.

Dabei setzen das Kreisjugendamt und die Arbeitsgruppe Jugendschutz auf den Aspekt der besonderen Neuheit der Kampagne mit relativ gleichaltrigen „Promille-Scouts”. Wissenschaftlich begleitet werden soll die Kampagne von der Katholischen Fachhochschule Aachen.

Bei den „Promille-Scouts” handelt es sich um Studenten, „die zumindest altersmäßig noch zur Zielgruppe gehören und im direkten Umfeld an Event-Schwerpunkten eingesetzt werden”. Die Kernbotschaft lautet: „Übermäßiger Konsum von Alkohol ist peinlich und macht den Konsumenten zum Außenseiter!”

Die Motive der Plakate und Anzeigen weisen „lustig-provokant” auf äußerste Peinlichkeiten durch übertriebenen Alkoholkonsum hin. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit humorvoller Provokation wendet sich die Kampagne auch an die diejenigen, die Alkohol verkaufen und ausschenken: Gastronomie und Getränkehandel. „Wir schauen hin” lautet der Slogan, der durch ein Auge als Signet begleitet wird. Insgesamt soll die breite Öffentlichkeit zum Nachdenken über den übermäßigen Alkoholkonsum bewegt werden.

Nach dem Vorbild von Materialien, wie sie bereits seit Jahren von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter anderem zur Aids-Prävention angeboten werden, sollen die Botschaften nachhaltig auch über Bierdeckel, Tischaufsteller sowie Buttons und so genannte „Funcards” verbreitet werden.