Kreis Heinsberg: Arbeitsgericht wertet Wechsel als Betriebsübergang

Kreis Heinsberg : Arbeitsgericht wertet Wechsel als Betriebsübergang

Das Arbeitsgericht Aachen hatte in mehreren, von ehemaligen Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes angestrengten Verfahren zu entscheiden, die nach der Übertragung des Rettungsdienstes im Kreis Heinsberg an die Johanniter und Malteser die Weiterbeschäftigung im Rahmen eines so genannten Betriebsübergangs fordern; also zu den bisherigen Konditionen.

Nachdem bereits die 3.Kammer - wie berichtet - in mehreren Fällen auf Betriebsübergang entschieden und die vom DRK ausgesprochenen Kündigungen für unwirksam erklärt hatte, kam am Dienstag auch die 1.Kammer in insgesamt 14 Verfahren zu diesem Schluss. Gerechnet wird allerdings mit einem langwierigen Gang durch die Instanzen.

Wie Johaniter-Regionalvorstand Ralf Rademacher erklärte, seien inzwischen elf Kläger von den Johannitern für die Dauer des Kündigungsschutzprozesses eingestellt worden - zu den höheren DRK-Konditionen.

Die heftig diskutierte Ausschreibung des Rettungsdienstes im Kreis Heinsberg im Jahr 2006, bei der bekanntlich die bisher tätige DRK Rettungsdienst gGmbH aufgrund eines um einige Millionen Euro teureren Angebotes keinen Zuschlag bekommen hatte, wird also möglicherweise noch jahrelang vor allem die Juristen beschäftigen.