Hückelhoven: Arbeit der Gewerkschaft „umso wichtiger”

Hückelhoven : Arbeit der Gewerkschaft „umso wichtiger”

Im Rahmen des sechsten Schacht- und Musikfestes auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „Sophia-Jacoba” hatte die Gewerkschaft „IG Bergbau, Chemie und Energie” zur Ehrung ihrer Jubilare eingeladen.

„Nach der Schließung der Zeche hatten wir einige Jahre lang Probleme”, erklärte der Sprecher des Regionalforums der IGBCE Manfred Küsters am Rande der Veranstaltung. Vor sechs Jahren fanden die Gewerkschafter beim Förderverein „Schacht 3” wieder ein neues Zuhause in einem Festzelt, das die ehemaligen Kumpels neben dem Förderturm aufbauen.

Der Gewerkschaftsbezirk Alsdorf besteht aus elf Ortsgruppen, in denen insgesamt 3100 Mitglieder organisiert sind. Insgesamt standen 113 Ehrungen auf dem Programm, davon allein sechs für 60-jährige Mitgliedschaft.

„Das Regionalforum haben wir ins Leben gerufen, um für unsere Mitglieder vor Ort besser präsent zu sein”, erläuterte Küsters. Das Aufgabenfeld der Gewerkschaft im Bezirk habe sich mit der Schließung der Bergewerke und anderer großer Betriebe völlig geändert. „Früher haben wir um mehr Lohn und bessere Ausbildung gestritten, heute geht es oftmals nur noch um die blanke Existenzsicherung.”

Er selbst betreut derzeit rund 30 Gewerkschafter, die anstelle des ersehnten Vorruhestandes als Hatz-IV-Kunden bei der ARGE gelandet sind. Die Arbeit der Gewerkschaft sei heute angesichts der Probleme vieler älterer Arbeitnehmer „umso wichtiger” geworden. Das betonte auch die Bezirksvorsitzende Heike Arndt aus Alsdorf bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste.

Im Anschluss an die Ehrungen folgte ein bunter Abend mit der Bergkapelle „Sophia-Jacoba”, dem Schachtchor und weiteren musikalischen Darbietungen.