Kreis Heinsberg: Apotheker warnen vor Freizeit-Doping

Kreis Heinsberg : Apotheker warnen vor Freizeit-Doping

Dopingenthüllungen und Dopinggeständnisse von Leistungssportlern beherrschen die Schlagzeilen. Insbesondere die Radprofis, die derzeit bei der Tour de France das härteste Radrennen der Welt bestreiten, rücken dabei in die Öffentlichkeit. Weit weniger bekannt ist, dass auch im Freizeit- und Breitensport immer mehr Menschen zu Tabletten und Spritzen greifen.

Die Apotheker im Kreis Heinsberg warnen in diesem Zusammenhang vor der Einnahme von Dopingmitteln und dubiosen Versandhändlern.

„Nach aktuellen Schätzungen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes nehmen in Deutschland rund 200.000 Hobbyathleten Dopingmittel ein, die Dunkelziffer ist hoch”, erklärte Hans Kühle, der Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. Etwa jeder fünfte Besucher eines Fitnessstudios habe GBE-Studien zufolge Erfahrungen mit der Einnahme von verbotenen Substanzen.

„Sportler, die zu verbotenen Substanzen greifen, spielen mit ihrer Gesundheit”, warnte Kühle. „Zu den Nebenwirkungen von Anabolika, Amphetaminen oder anderen Dopingmitteln gehören Herz-Kreislauferkrankungen und psychische Störungen.” Häufig werde von Akne und Haarausfall, von Dehnungsstreifen sowie Sehnen- und Muskelabrissen berichtet. Auch chronische Schmerzen seien durch den Missbrauch möglich.