Kreis Heinsberg: Apfelfest: Überwältigt von der Spendenbereitschaft

Kreis Heinsberg : Apfelfest: Überwältigt von der Spendenbereitschaft

„Wir sind überwältigt von der Spendenbereitschaft der Bürger“, freute sich Michael Kleinen von der Lebenshilfe angesichts von 15 Tonnen Äpfeln, die zum Apfelfest der Lebenshilfe am Werkstatt-Betrieb 3 in Heinsberg an der Borsigstraße von Bürgern angeliefert worden sind.

Um die Menge der Äpfel auch zeitnah zu frischem Apfelsaft verarbeiten zu können, war eine kurzfristige Verlegung des Veranstaltungsortes für das Apfelfest vom Café Samocca am Begas-Haus zur Werkstatt an der Borsigstraße notwendig geworden.

Die Lebenshilfe hat eigens ein Zelt auf dem Werkstattgelände aufgebaut, um der Apfelflut Herr zu werden. Im Zelt hat Julius Dahmen seine mobile Apfelpresse in Betrieb genommen. Dahmen: „Wir werden wohl bis tief in die Nacht hinein arbeiten müssen, um alle Äpfel zu Saft zu verarbeiten.“ Abgefüllt wird der köstliche, frisch gepresste und pasteurisierte Apfelsaft in handliche Fünf-Liter-Tanks, die sich auch nach dem Öffnen noch einige Zeit im Kühlschrank lagern lassen. Verkauft wird der Saft in den Cafés der Lebenshilfe.

Der Reinerlös aus dem Verkauf des Apfelsaftes kommt den Projekten des Familien unterstützenden Dienstes der Lebenshilfe zugute. Die Unterstützung von Freizeit- und Bildungsmaßnahmen sowie die Einbindung von Geschwistern behinderter Kinder und Jugendlicher und viele andere kleine Dinge, die sonst nicht zu finanzieren wären, werden mit dem Erlös aus dem Apfelfest ermöglicht.

Viel Freude rund um den Apfel haben auch die Kinder von zehn Kindertagesstätten aus der Region, die das bis Freitag laufende Apfelfest in dieser Woche besuchen. Vielfältige ­Bastelangebote rund um das Thema Apfel können die Kinder wahrnehmen und sich mit leckeren Apfelpfannkuchen nach dem Geheimrezept von Werkstatt-Chefkoch Uwe Heider stärken. Julius Dahmen, der seine Obstkelterei in Wegberg startete und jetzt in Berlin ansässig ist, freut sich über die viele Arbeit.

Dahmen: „Immer mehr Leute wollen wissen, was in ihren Saft reinkommt.“ Die mobile Obstkelterei erfreue sich daher in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Am Freitagabend wird Julius Dahmen wissen, was er getan hat. Michael Kleinen dankte schon ­einmal im Voraus den vielen ehrenamtlichen Helfern, die mit ­dafür arbeiten, dass die Apfel­spenden letztlich behinderten Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen zugutekommen werden.

(defi)
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