Kreis Heinsberg: AOK will Kindergesundheit stärken

Kreis Heinsberg : AOK will Kindergesundheit stärken

Mit einem erweiterten Angebot von Früherkennungsuntersuchungen will die AOK eine Lücke schließen und die Kindergesundheit stärken.

Die bestehenden Früherkennungsuntersuchungen werden ab sofort um die zusätzlichen Untersuchungen U10 und U11 ergänzt. Die AOK Rheinland/Hamburg hat mit dem Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein eine Vereinbarung geschlossen, durch die knapp 110.000 Kinder und Jugendliche die neuen Vorsorgeuntersuchungen nutzen können.

Die U10 überprüft bei Kindern im Alter zwischen sieben und acht Jahren unter anderem die Entwicklung von Lese-, Rechtschreib- und Rechenfähigkeiten und der motorischen Fähigkeiten. Die U11 untersucht bei Kindern im Alter von neun bis zehn Jahren, ob Schulleistungsstörungen oder gesundheitsschädigendes Medienverhalten vorliegen. Diese Untersuchung soll darüber hinaus der Bewegungs- und Sportförderung dienen, den problematischen Umgang mit Suchtmitteln erkennen und verhindern helfen, aber auch gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen.

Weiterhin ist seit 1. Juli die Vorsorgeuntersuchung U7a eine Leistung aller gesetzlichen Krankenkassen. Diese Untersuchung erfolgt zwischen dem 33. und 36. Lebensmonat und soll beispielsweise allergische Erkrankungen, Übergewicht, Verhaltens- oder Sprachentwicklungsstörungen sowie falsche Zahn-, Mund- und Kieferentwicklung erkennen.

AOK-Regionaldirektor Herbert Löscher erklärte: „Bisher gab es eine deutliche Lücke bei den Früherkennungsuntersuchungen von Kindern im dritten Lebensjahr und zwischen dem sechsten und 13. Lebensjahr. Mit den neuen Untersuchungen können Fehlentwicklungen in diesen wichtigen Jahren frühzeitig erkannt werden.”