Bonn: Andere Länder, andere Regeln: Umweltzonen im Ausland

Bonn : Andere Länder, andere Regeln: Umweltzonen im Ausland

Autourlauber sollten sich vor der Ferienfahrt ins Ausland informieren, welche Fahrverbote unterwegs und am Zielort herrschen. Welche Fahrzeuge haben freie Fahrt? Muss ich mich registrieren? Wo sind Aufkleber erhältlich? Welche Strafen drohen Sündern? Detaillierte Informationen haben Automobilclubs und das Umweltbundesamt.

Darauf weist der Zentralverband Deutschen Kfz-Handwerk in Bonn hin. Beispiel Großbritannien: Für die Innenstadt von London wird eine City-Maut fällig, der Großraum London ist eine so genannte LEZ. Die Gebühren richten sich nach Fahrzeugtyp und Abgasnorm. Für die LEZ müssen die Fahrzeuge registriert werden. Das dazu nötige Formular kann online oder telefonisch bei Transport for London (TfL) oder bei Euro Parking Collection (EPC) angefordert werden. Achtung: Das Prozedere dauert zirka zehn Tage.

Die Franzosen verlangen vor der Einfahrt in die Umweltzonen zwingend eine Crit'Air-Vignette. Welche der sechs unterschiedlichen Plaketten zugeteilt wird, hängt von der Schadstoff-Norm, der Erstzulassung und vom Fahrzeugtyp ab. Autos, die vor 1996 erstmals zugelassen wurden, gehen leer aus. Die Vignette ist über das französische Umweltministerium online bestellbar. Wer ohne den Aufkleber erwischt wird, zahlt je nach Fahrzeugtyp zwischen 68 Euro und 375 Euro.

Italien-Reisende sehen vor vielen historischen Zentren das Schild „Zona a traffico limitato“ (ZTL). Die Einfahrt ist für Besucher generell oder zu bestimmten Zeiten untersagt. Auch in Städten wie Mailand, Bologna oder Palermo gibt es zu bestimmten Zeiten für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß kein Reinkommen. Die anderen zahlen eine City-Maut.

Städte wie Lissabon, Barcelona oder Athen leben ebenfalls mit teils temporären Umweltzonen, verzichten aber auf Registrierung und Plaketten. Die Kontrolle der Emissionsklasse erfolgt manuell über die Fahrzeugpapiere. Tschechien, Österreich und Dänemark verschreiben gegen die dicke Luft in Umweltzonen bislang Fahrverbote nur für Lastwagen und Busse, sofern diese bestimmte Euro-Normen nicht erfüllen.

(amv)
Mehr von Aachener Zeitung