Am Ende wird die Obrigkeit niedergebützt

Am Ende wird die Obrigkeit niedergebützt

Heinsberg / Selfkant / Gangelt. Auch in diesem Jahr hisste die kommunale Obrigkeit in Heinsberg trotz vielköpfiger Unterstützung auf der Rathausterrasse in Heinsberg am Ende niedergebützt die weiße Fahne.

Begleitet von den weiteren elf Karnevalsgesellschaften und Vereinigungen der Kreisstadt sowie den Kanonieren der Feuerwehr Stadtmitte formierten sich die Karnevalisten um Stadtprinzenpaar Werner II. und Prinzessin Edith auf dem Vorplatz zum Sturm auf das Rathaus. Aus einer prächtigen Kutsche heraus warf das Stadtprinzenpaar mit beiden Händen Kamelle.

Die Witsemänn aus Tüddern, die Kleischötte aus Süsterseel und die Tumpüle aus Millen stürmten am Samstag das Rathaus in Selfkant und entrissen Bürgermeister Corsten nach einem zweistündigen Spektakel den Rathausschüssel. Die Begrüßung und das Verkünden des „Jrundgesetz van de Selfkant”, was mit einem „Alaaf” endete, durfte er noch verkünden. Dann aber war das Rathaus fest in Narrenhand.

Natürlich machten die Narren auch vor dem Gangelter Rathaus nicht halt. Prinz Uwe von der KG „Gangelter Muhrepenn” stürmte die Bastion mit seinem Rat der zehn Frauen. Dabei ist stürmen sicherlich zu viel gesagt: Ortsvorsteher Karl-Heinz Milthaler, der den Bürgermeister vertrat, leistete keine Gegenwehr und lieferte den Schlüssel brav beim Regenten für die tollen Tage ab.

Prinz Uwe (Schulz) setzte die klassischen Regularien im Rathaus außer Kraft und hatte seine eigenen Regeln aufgestellt.