Wegberg-Uevekoven: Alter Tradition wird Leben eingehaucht

Wegberg-Uevekoven : Alter Tradition wird Leben eingehaucht

Die im Jahre 1914 gegründete St.-Barbara-Schützenbruderschaft in Uevekoven feierte bis 1970 regelmäßig drei Wochen nach Pfingsten ihre Kirmes mit grossen Umzügen.

Im Jahre 1970 endete die schöne Tradition. Auch aus finanziellen Gründen ging nichts mehr. Die Bruderschaft wurde ruhend gemeldet in der Hoffnung auf ein Aufleben zu späterer Zeit. In jenem Jahr wurde Uevekoven von einer Unwetter-Katastrophe heimgesucht: Wassermassen schossen über die Hauptstraße, und zahlreiche Keller wurden überflutet.

Nach der damaligen Katastrophe wurde die Erkelenzer Straße ganz neu ausgebaut. Seit fünf Jahren nun wird in Uevekoven drei Wochen nach Pfingsten das Brauchtum wieder gepflegt. Eine kleine Gruppe Gleichgesinnter trifft sich an einem Montagabend zu einem kleinen Umzug.

Mit Einfallsreichtum und Improvisationstalent wird ein kleiner Schützenzug zusammengestellt. Besonders junge Leute holen den Vogel runter, machen eine kleine Parade, haben eine Königskette aus Holz und ziehen mit alten Uniformen gekleidet und Holzgewehren ausgestattet unter den Klängen einer Musikkapelle durch die Straßen.

Von Jahr zu Jahr stehen mehr Einwohner am Straßenrand. Dem ursprünglichen Königssilber hat Walter Haken in der St.-Barbara-Kapelle einen würdigen Platz gegeben. Georg Schmitz, Mitglied im Rat der Stadt Wegberg, beobachtet interessiert, wie eine Tradition wieder auflebt. Bescheiden und mit viel Freude sind die Akteure dabei. Mal schau´n, was die Zukunft bringt.