Erkelenz: Altbürgermeister Mathissen verabschiedet sich

Erkelenz : Altbürgermeister Mathissen verabschiedet sich

Im November 1964 betrat Erwin Mathissen zum ersten Mal als SPD-Kreistagsmitglied das Alte Rathaus in Erkelenz. Fast auf den Tage genau nach 40 Jahren nahm er just an diesem Ort Abschied von der Kommunalpolitik.

In einer Sondersitzung würdigte der Stadtrat den 66-jährigen, der als erster hauptamtlicher Bürgermeister in die Geschichte der Stadt eingeht.

Sein Nachfolger Peter Jansen überreichte Mathissen in Würdigung seiner Verdienste um die Stadt Erkelenz und ihre Bürger nach einstimmigem Beschluss des Rates die Ehrennadel der Stadt Erkelenz.

Kurz ging Jansen auf den politischen Werdegang des Altbürgermeisters ein, der Kreistagsmitglied im Altkreis Erkelenz war, SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Lövenich, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Erkelenzer Stadtrat und schließlich von Oktober 1999 bis Oktober 2004 direkt gewählter Bürgermeister.

Dass Mathissen unter anderem auch auch Vorsitzender der SPD Erkelenz und des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt war, ließ Jansen ebenfalls nicht unerwähnt.

Eine Legislaturperiode lang habe Mathissen an der Spitze des Rates und der Verwaltung gestanden, sagte Jansen bei der gut besuchten Feierstunde.

„Sie haben stets großen Einsatz für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt bewiesen und viel Gespür für das Notwendige und politisch Machbare bewiesen”, sagte der Bürgermeister, der wie alle anderen im Raum wusste, dass Mathissen auch nach seiner Pensionierung nicht in den Ruhestand tritt.

Ehefrau Irmgard und die Familie wissen, dass der Altbürgermeister weiterhin in seiner eigenen Art mitmischt. Beim VdK ist er inzwischen in den geschäftsführenden Landesvorstand eingetreten, auch wird er im Sozialbeirat des VDK aktiv.

„Vielleicht hören wir ja bald auch noch von weiterem Engagement in anderen Bereichen”, mutmaßte Jansen - und Mathissen widersprach nicht, als er sich in seiner Rede für die Ehrung bedankte.

Die kommunalpolitische Arbeit habe ihm immer sehr viel Freude bereitet, sagte Mathissen und er betonte: „Es war uns möglich, vieles zu verwirklichen und in die Wege zu leiten.”

Stets, so seine Auffassung, habe es in Erkelenz eine Gemeinschaftsarbeit aller gegeben. Die Parteien und auch der Verwaltungsvorstand hätten alle zusammen mit ihm Erkelenz zu dem gemacht, was die Stadt nun sei.

Dass die Sache gut geworden ist und weiterhin auf einem guten Weg ist, bestätigte auch Regierungspräsident Jürgen Roters, der ebenfalls eine Laudatio auf Mathissen hielt.

Stets mit dem Blick für das Machbare habe Mathissen sich in die Gespräche mit Roters begeben und habe stets ein für Erkelenz gutes Ergebnis mitnehmen können.

„Aus eigener Anschauung weiß ich, wie Erkelenz wächst und gedeiht. Da fällt es der Bezirksregierung immer leicht, Zuschüsse zu geben, weil sie weiß, dass sie hier auf fruchtbaren Boden fallen.”

Als letztes Meisterstück bezeichnete Roters das Bemühen von Mathissen um den Erkelenz-Vertrag. Darin sei es erstmals gelungen, den Bergbautreibenden im Rahmen einer Umsiedlungsmaßnahme zu einer vertraglichen Vereinbarung zu bewegen.

Aber auch dieses Lob gab Mathissen weiter: „Ohne den Einsatz meines Ersten Beigeordneten Dr. Hans-Heiner Gotzen hätte das Werk nicht gelingen können.”