Wegberg: Alles, was zwei Beine hat, feiert Karneval

Wegberg : Alles, was zwei Beine hat, feiert Karneval

Das neue Jahr war erst wenige Tage alt, da gaben die Karnevalisten im Erkelenzer Land schon richtig Vollgas.

Bei ihrem Prinzenbiwak erlebten die Wegberger Karnevalsgesellschaft „Flöck Op” und die Gerichhausener Dorfgemeinschaft „Hei on Klei” am Samstagabend einen regelrechten Narrenansturm: Rund 800 Karnevalisten von insgesamt 30 Gesellschaften kamen in die Sporthalle an der Maaseiker Straße.

Das bedeutete nicht nur Schwerstarbeit für die Verkehrskadetten, die draußen bei bitterer Kälte den Autofahrern Parkplätze zuweisen mussten, sondern auch für die Mitglieder der beiden Wegberger Vereine.

„Alles, was zwei Beine hat, ist heute hier. Sogar die Kinder helfen beim Rundtragen der Gläser”, schmunzelte Gertrud Barten von der KG „Flöck Op”. Bis tief in die Nacht regierte in der Sporthalle der Frohsinn.

Auf der großen Bühne gab jede Karnevalsgesellschaft eine Kostprobe ihres Könnens. Funke- mariechen legten flotte Tänzchen aufs Parkett, und närrische Tollitäten präsentierten sich dem Publikum.

„Flöck Op” und „Hei on Klei” hatten gleich drei Moderatoren ins Rennen geschickt: Günter Mirbach, Heribert Jackels und Sonja Rotter.

Eingeladen hatten die beiden Wegberger Vereine überwiegend Gesellschaften aus dem Erkelenzer Land, aber auch aus Mönchengladbach, Dülken und sogar aus dem niederländischen Echt und dem belgischen Maaseik.

Über mangelnde Resonanz brauchten sich die Wegberger mit dem Prinzenpaar Frank I. und Birgit I. (Holm) nicht zu beklagen: „Es ist das erste Biwak in diesem Jahr überhaupt. Die Leuten wollen jetzt Karneval feiern, darum sind so viele hier”, freute sich Ralf Barten, stellvertretender Vorsitzender von „Flöck Op”. Weil es Usus ist, dass die gastgebende Gesellschaft auch die Biwaks der anderen besucht, hat „Flöck Op” in den kommenden Wochen einen prall gefüllten Terminkalender.

Wieder Rosenmontagszug in Wegberg

„ Wir werden jedes Wochenende unterwegs sein”, verriet Gertrud Barten. Geht den Wegberger Jecken da bis zum Rosenmontag Anfang März nicht die Luft aus? „Im Gegenteil. Je näher der Rosenmontag rückt, desto mehr drehen wir auf.”

Kein Wunder: In diesem Jahr dürfen sich die Wegberger auf einen eigenen Rosenmontagszug freuen - der findet hier nur alle drei Jahre statt.

Beim Prinzenbiwak zeichnete der Verband der Karnevalsgesellschaften Aachener Grenzlandkreise neun verdiente Wegberger Karnevalisten aus. Über den Verbandsorden durften sich Gerlinde Babka, Holger Babka, Herbert Houben, Josef Mobers, Sonja Rotter und Willi Wirtz freuen. Mit dem Grenzlandwappen wurden Gerd Geuer und Klaus Brunen ausgezeichnet. Mit dem Verdienstorden in Silber darf sich fortan Willi Kruschwitz schmücken.