Kreis Heinsberg: Alle zeigen großes Engagement beim Weihnachtskonzert der Kreismusikschule

Kreis Heinsberg : Alle zeigen großes Engagement beim Weihnachtskonzert der Kreismusikschule

Ihr traditionelles Weihnachtskonzert hat die Kreismusikschule Heinsberg in der schönen barocken Saalkirche von St. Servatius in Erkelenz-Kückhoven veranstaltet. 19 Titel standen auf dem abwechslungsreichen Programm, an dem unter Leitung von Ernest Frissen etwa 70 Musiker mitwirkten.

Das Sinfonieorchester und das Junior-Streichorchester spielten unter anderem Werke von Händel, Purcell und Tschaikowsky. Gesangsschülerinnen der Klasse Natalie Diart sangen weihnachtliche Lieder und Arien von Mendelssohn Bartholdy, Humperdinck und Morricone. Das Sijomajo-Quartett spielte Beethoven und ein Gitarren-Quintett Vivaldi. Alle Beteiligten waren mit großem Engagement bei der Sache.

Bei der Auswahl einzelner Gesangsstücke fiel auf, dass nicht alle in die Weihnachtszeit passten. Letzteres mag aber auch daran liegen, dass Jugendliche von heute die Weihnachtsgefühle der Erwachsenen nicht unbedingt teilen und bewusst etwas dagegensetzen möchten. Und warum sollte nicht die Erwartung auf eine bessere Zukunft, wie sie in „Someday” aus dem Musical „Der Glöckner von Notre Dame” besungen wird, mit der Botschaft vom „Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen” kompatibel sein?

Gerne hätten die Zuhörer die Sängerinnen auch während des Konzerts gesehen und nicht nur bei den Schlussliedern „Jingle Bells” und „Stille Nacht” zusammen mit dem Sinfonieorchester. Sie sangen von der Orgelbühne aus, wo sie bei ihren Stücken an der Orgel von Dr. Irina Fuchs begleitet wurden. So hatte das Publikum nur das Vergnügen, Helena Pribliczki mit ihrem wunderschön-klaren Sopran beim gefühlvoll vorgetragenen „Ave verum corpus” von Mozart anzuschauen. Und das Sinfonieorchester verstand es dabei, die urkatholische Eucharistiefrömmigkeit adäquat zu vermitteln.

Auch die 14 Englein im „Abendsegen” von Humperdinck aus „Hänsel und Gretel” mögen so manchen an frühe Kindertage erinnert haben.

Nach wie vor gilt in den Weihnachtskonzerten der Kreismusikschule, dass deren Sinfonieorchester sozusagen das musikalische Rückgrat bildet mit seinem frischen und dynamischen Spiel. Dabei war hervorzuheben, dass neben den Werken bekannter Komponisten auch solche weniger bekannter zu hören waren wie zum Beispiel die Ouvertüre aus „Die beiden Blinden von Toledo” des französischen Revolutionsmusikers Méhul.

Besonderen Beifall gab es für die Sinfoniker bei den rasant musizierten Sätzen „Marsch” und „Trepak” aus der „Nussknacker-Suite” von Tschaikowsky. Und Ernest Frissen brachte durch sein ebenso unaufgeregtes wie bestimmendes Dirigat die Absichten des jeweiligen Werkes zum Klingen.

Am Schluss dieses Konzerts gab es viel Beifall von den Zuhörern, Blumen und Dankesworte von der Leiterin der Kreismusikschule, Gerda Mercks.