Kreis Heinsberg: Aktionswoche der Polizei gegen Einbrüche

Kreis Heinsberg : Aktionswoche der Polizei gegen Einbrüche

Der psychische Schaden, den Einbruchsopfer erleiden, sei oft gravierender als der materielle, hat Kriminalhauptkommissar Wolfgang Ulbrich von der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Heinsberg in vielen Gesprächen mit Betroffenen festgestellt. „Das ist ein Einbruch in die Seele“, so Ulbrich.

Zusammen mit seinem Kollegen, ­Kriminalhauptkommissar Jakob Liebernickel, begleitete er im Rahmen der Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ die landesweite Aktionswoche zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs im Kreis Heinsberg. Nach einem Vortrag zum Thema Einbruchschutz in der Polizeiwache in Erkelenz, gingen die Beamten mit ihrem Infostand zu den Bürgern. Sie postierten sich am Obi-Baumarkt in Erkelenz und im Foyer der Kreissparkasse in Heinsberg.

Dort suchte zum Beispiel Wilhelm Olyschläger sie gezielt auf, um sich detailliert in Sachen Einbruchschutz beraten zu lassen. Olyschläger ist selber glücklicherweise noch nicht Opfer eines Einbruchs geworden, doch durch eine Tat in seinem privaten Umfeld ist er hellhörig geworden. 816 Mal hatten im Jahr 2013 Einbrecher im Kreis Heinsberg zugeschlagen.

In einem Drittel der Fälle sei es, so Wolfgang Ulbrich, bei einem Einbruchsversuch geblieben. Entgegen dem Landestrend sei im Kreis Heinsberg die Zahl der Einbrüche zwar leicht rückläufig, doch, so Ulbrich: „Es sind immer noch zu viele.“

Klassische Schwachstellen seien Fenster und Türen. Bei Sicherungsmöglichkeiten, ob nun nachträglich einzubauen oder beim Neubau zu berücksichtigen, empfiehlt Ulbrich zertifizierte Sicherheitsmaßnahmen. „Nicht jeder Bürger muss sein Zuhause zu einer Festung ausbauen.“

Die zu treffenden Maßnahmen seien auch auf das persönliche Sicherheitsbedürfnis des Wohnungshalters abzustimmen. Neben Hinweisen zur Sicherung des Heims möchte die Polizei mit ihrer Aktionswoche auch die Aufmerksamkeit der Bürger für verdächtige Beobachtungen steigern und dafür werben, dass sie schnellstmöglich über den Notruf 110 benachrichtigt wird.

(defi)