Erkelenz: Ärger über das Phänomen der Sensationsgier

Erkelenz : Ärger über das Phänomen der Sensationsgier

Auch in diesem Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Erkelenz zum Jahresabschluss verdiente Feuerwehrleute ausgezeichnet. Dazu wird regelmäßig ins Alte Rathaus eingeladen, wo das Engagement der Feuerwehrleute im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt wird.

Diesmal war es der stellvertretende Leiter der Erkelenzer Feuerwehr, Fred Höpgens, der die Kameraden ehrte. Sein Chef, Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens, gehörte nämlich auch zu den Geehrten. Höpgens dankte der Verwaltung dafür, dass bei allem Sparzwang die Mittel für die Feuerwehr weiterhin zur Verfügung gestellt würden. So sei gewährleistet, dass die Feuerwehr für ihre Aufgaben gut aufgestellt sei. Feuerwehrleute, so betonte er, genießen mit 93 Prozent das höchste Vertrauen in der Bevölkerung.

„Dies ist Ihrer Bereitschaft geschuldet, reinzugehen, wo andere rausrennen”. So umschrieb Bürgermeister Peter Jansen die Arbeit der Feuerwehr. „Sie begeben sich in Gefahr, um Menschen zu retten”, betonte er. Die dezentral aufgestellte Feuerwehr leiste in den 47 Erkelenzer Ortschaften gute Arbeit, die von der Bevölkerung geschätzt werde.

Bei den Großeinsätzen habe die Erkelenzer Feuerwehr gezeigt, dass sie gut zusammenarbeiten kann. Darüber hinaus setze sich die Feuerwehr auch für den Erhalt des Brauchtums in den Ortschaften ein und sei fester Bestandteil des Vereinslebens. Doch auch kritische Worte fand Jansen. Sie richteten sich an die Gaffer, die aus unüberlegter Neugier immer wieder die Feuerwehr vor Ort behinderten.

Dieses Phänomen der Sensationsgier sei auch in Erkelenz Realität. Die Feuerwehr habe aufgrund ihrer Leistungen für die Mitmenschen und das Allgemeinwohl Anspruch auf Anerkennung und Unterstützung. Diese werde sie in Erkelenz auch weiterhin erhalten.