Absolute Mehrheit geschafft

Absolute Mehrheit geschafft

Kreis Heinsberg (an-o) - Eine schleppende Wahlbeteiligung meldeten gestern Nachmittag die Wahlleiter vor Ort. In manchen Wahllokalen hatten bis zum Mittag erst 20 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

"In einigen Wahllokalen waren bis mittags schon 50 Prozent der Wahlberechtigten da, in anderen erst 20 Prozent", zeichnete Heinz Walizcek, Wahlleiter der Stadt Übach-Palenberg ein gegensätzliches Bild. Der Anteil der Briefwähler lag hier vergleichbar hoch wie schon bei der Bundestagswahl 1998: 2428 von 18142 Wahlberechtigten hatten ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, das entspricht einem Anteil von 13,4 Prozent.

Ähnlich hoch von den Zahlen her lag dieser Wert auch in Geilenkirchen. Hier hatten rund 2800 von 19946 Wählern die Briefwahl genutzt, damit lag dieser Wert jedoch um 50 Prozent über dem der letzten Wahl vor vier Jahren.

Erstes Ergebnis: 19.15 Uhr

Mit den ersten Ergebnissen wartete um 19.15 Uhr die Gemeinde Selfkant auf. Während hier die SPD im Vergleich zur letzten Wahl rund vier Prozent verlor, konnte die CDU dies nicht für sich in gleiche Gewinne umsetzen. Paradoxes Ergebnis: Obwohl die Christdemokraten acht Stimmen verloren, legten sie aufgrund der geringen Wahlbeteiligung 2,41 Prozent zu. Bei den größeren Städten im Kreisgebiet hatten Wassenberg und Geilenkirchen die Nase vorn. Während die SPD in Übach-Palenberg schmerzhafte Einbußen erlitt - die Genossen verloren hier bei Erst- und Zweitstimmen rund vier Prozent - konnte die FDP erstmals aus ihrer völligen Bedeutungslosigkeit hervortreten. Ihr Erststimmenergebnis haben die Liberalen fast vervierfacht. Auch die Bündnisgrünen legten in der Ex-Zechenstadt deutlich zu. In Geilenkirchen mussten beide großen Volksparteien Federn lassen. Während die CDU nur leicht verlor, ging es für die SPD weiter in Richtung 30-Prozent-Marke.

Deutliche Gewinne hatten die Liberalen, die bei den Zweitstimmen auf 9,6 Prozent kamen. Auch die Grünen verbesserten sich. Die Wahlergebnisse für die zehn Städte und Gemeinden aus dem Kreis, und somit auch das Gesamtergebnis ließen lange auf sich warten. Noch um 21.15 Uhr standen die Ergebnisse für Hückelhoven und Erkelenz mit ihrem großen Wähleranteil aus. So herrschte im Kreishaus in Heinsberg lange unsicheres Warten.


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