Heinsberg: Abschluss der 3. Literatur- und Kunstwochen

Heinsberg : Abschluss der 3. Literatur- und Kunstwochen

Zum Abschluss der „3. Literatur- und Kunstwochen” gab es eine ganz besondere Veranstaltung in der Stadtbücherei.

Mit der Spontanaufführung „Ein Gefühl wie Ebbe und Flut” zeigten Hans-Peter Trampert und Jürgen Löscher, wie sich verschiedene Kunstformen sehr eindrucksvoll miteinander verbinden.

Die kurze Einführung zu dieser ungewöhnlichen Darbietung, das inspirative Zusammenwirken von zeichnerischer Kunst und Musik, gab Dr. Edith Decker-Phillips vom Kunstverein Heinsberg. Sie lobte ausdrücklich die Verbindung dieser interdisziplinären Kunstarten.

„Wir können daraus lernen und es ist sehr interessant für das Publikum”, so Edith Decker-Phillips. „Die Musik von Jürgen Löscher und die Zeichnungen von Hans-Peter Trampert werden sich gegenseitig beeinflussen. Wir können alle gespannt sein, was daraus wird.”

Trampert wurde in Erkelenz geboren und lebt heute in Vlodrop. Seine Zeichnungen und Vexierbilder sind weithin bekannt. Löscher spielt verschiedene Instrumente und arbeitet als Dozent an der Kreismusikschule Viersen, ist freischaffender Musiker und macht CD-Produktionen.

Die beiden so unterschiedlichen Künstler verbindet die Liebe zum Meer. Trampert arbeitet oft an der Nordsee und Löscher am Atlantik.

Das Geräusch der Brandung war deshalb auch das tragende Element der Veranstaltung. Zunächst zeichnete Trampert gerade Formen. Dann setzte Löscher mit seiner Bassklarinette ein. Die Formen, die Trampert zeichnete, wurden weicher und runder.

Es war recht erstaunlich, wie sich die Arbeiten mit der Musik veränderten. Manche Zeichnungen erinnerten an Schnecken, andere wieder an geometrische Formen. Viele waren so, dass sie auch optische Täuschungen beinhalteten.

Die Zuschauer waren beeindruckt. In kurzer Zeit hatten Trampert und Löscher alle in den Bann ihrer Kunst gezogen. Am selben Abend wurde auch die Ausstellung der Zeichnungen von Hans-Peter Trampert eröffnet.