Hückelhoven: Abschied: Pfarrerin Anne Mischnick wechselt in den Schuldienst

Hückelhoven : Abschied: Pfarrerin Anne Mischnick wechselt in den Schuldienst

Mit einem Gottesdienst und anschließendem Empfang im Gemeindezentrum verabschiedete sich Pfarrerin Anne Mischnick von der evangelischen Gemeinde in Hückelhoven. Allerdings erklärte die 44-Jährige, dass sie nicht ganz gehe und der Gemeinde weiterhin verbunden bleibe.

Schon seit drei Jahren arbeitete sie neben ihrer halben Pfarrerstelle auch in Schulen, wo sie Religionsunterricht erteilt. Als sich im Sommer die Möglichkeit ergab, griff sie zu. Die Arbeit mit jungen Menschen habe sie immer schon sehr interessiert, betonte Mischnick. Als dann noch ihre „Leidenschaft für die Schule” erwachte, war der Weg für die zweifache Mutter klar.

An der Hauptschule In der Schlee und an der Erkelenzer Gemeinschaftshauptschule wird sie Religionsunterricht erteilen und auch im Namen der Kirche präsent sein. Mischnick trat ihre halbe Pfarrerstelle in Hückelhoven am 18. Mai 1996 an. Sie teilte sich die Stelle mit ihrem Mann Frank, der nun auch ihre halbe Stelle übernahm.

Rückblickend auf die vergangenen zwölf Jahre als Pfarrerin erklärte sie, dass die Gemeinde sie mitgeprägt habe. Die Menschen in der Gemeinde seien ihr ans Herz gewachsen, weshalb sie „mit einem lachenden und einem weinenden Auge” gehe. Traurig sei sie darüber, dass sie die evangelische Frauenhilfe nicht weiter betreuen könne.

„Sich zu streiten, ist nicht sonderlich schwer”, erklärte sie in ihrer Predigt. Trotzdem sei es wichtig, dass sich Gemeinschaften wie im Gleichnis des Paulus als ein Körper verstünden, bei dem jedes Organ vom anderen abhänge. Denn nur gemeinsam könne man viel erreichen.

„Kooperation statt Konfrontation” lautete ihr Credo. Zwar könne eine Predigt keine Patentlösung bieten, aber zum Nachdenken anregen. Dies habe sie immer beherzigt und werde dies auch in Zukunft tun. Um ihr die Einschulung zu versüßen, bekam Mischnick eine große Schultüte voller Leckereien mit auf den Weg.