Erkelenz: Abriss genehmigt: Weg frei für den Neubau der Kreissparkasse

Erkelenz : Abriss genehmigt: Weg frei für den Neubau der Kreissparkasse

Die Kreissparkasse Heinsberg hat die Erlaubnis, ihre Hauptzentrale am Dr.-Eberle-Platz in Erkelenz abzureißen. Die erforderliche Abrissgenehmigung wurde in der vergangenen Woche vom Technischen Beigeordneten der Stadt Erkelenz, Ansgar Lurweg, erteilt.

Verbunden ist die Genehmigung mit einer Auflage, die das Amt für Denkmalpflege gefordert hat. Die Kreissparkasse muss eine„ausführliche Dokumentation” erstellen, in der auf die historische und architektonische Bedeutung des achtstöckigen Turms eingegangen wird.

Wie berichtet, hatten die Denkmalschützer vor einigen Wochen das Gebäude unter vorläufigen Denkmalschutz gestellt. Nach Ansicht der Behörde reicht offensichtlich eine Dokumentation aus, um den Belangen des Denkmalschutzes gerecht zu werden.

Für den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Heinsberg, Lothar Salentin, ist die ausbedungene Dokumentation eine Selbstverständlichkeit. „Das sind wird dem Gebäude schuldig und war von uns von Beginn an angeboten worden.” Man liege exakt in der Zeitplanung, eine Verzögerung habe es durch das Mitwirken der Denkmalschützer nicht gegeben.

Im Herbst werde das markante Gebäude, das in den 70er-Jahren gebaut wurde, Stück für Stück geräumt. Die meisten Büros würden in ein großes Geschäftshaus an der Hermann-Josef-Gormanns-Straße ausgelagert. Dort werde im Erdgeschoss auch eine Kassenhalle eingerichtet.

Andere Büros würden für die Bauphase in den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Atelierstraße umziehen. Im Winter - „eher im Dezember als im Januar” - soll der Abriss beginnen. Nach Auffassung des Geldinstituts seien ein Abriss und ein Neubau an gleicher Stelle wirtschaftlicher als eine Sanierung des bestehenden Gebäudes.

Ein Nachspiel hat das Verfahren für Lurweg. Gegen ihn läuft eine Dienstaufsichtsbeschwerde. So versteht die Stadt jedenfalls ein Schreiben, das der Architekt des bestehenden Gebäudes per Einschreiben an die Ratsmitglieder gerichtet hat und in dem die „Voreingenommenheit” des Technischen Beigeordneten beklagt wird.

Auch fehlt in dem Schreiben nicht der Hinweis auf mögliche Regresskosten, „die durch eine fälschliche Genehmigung des Abbruchantrages der Stadt Erkelenz entstehen könnten”. Nach Auffassung des Architekten komme durch die Unterschutzstellung des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege unter Beteiligung sämtlicher Gremien ein Abbruch nicht mehr in Frage. Die Vorwürfe gegen Lurweg würden gründlich geprüft werden, versicherte Bürgermeister Peter Jansen.