Wassenberg: „Abiza”: Ausgefeilte Begabtenerfassung im Zentralabitur

Wassenberg : „Abiza”: Ausgefeilte Begabtenerfassung im Zentralabitur

„Wie die Zeit vergeht!”, haben manche Teilnehmer der Abiturfeier der „volljährig”, nämlich 18 Jahre alt gewordenen Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg, empfunden.

Oberstufenleiter Michael Bodmann begrüßte nach dem Gottesdienst in der Kreuzkirche eine Reihe Ehrengäste im Forum. 52 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 erhielten das Zeugnis der Hochschulreife. Zwei Schüler erwarben die Hochschulreife nach Jahrgang zwölf.

Angesichts landesweiter Diskussionen um das Zentralabitur wurden die Anmerkungen von Michael Bodmann erwartet: „Auch wenn die Schülerinnen und Schüler die Abiturklausuren geschrieben haben: Für die Aufgabenstellung waren sie nicht verantwortlich. Und da hat es dieses Jahr massive Kritik gegeben. Auch einem Schulministerium darf man nicht alles durchgehen lassen! Es erfüllt mich aber mit Stolz, dass unsere Schülerinnen und Schüler in den mündlichen Nachprüfungen fast durchgehend eine guten Teil der Verschlechterungen durch das Zentralabitur wieder korrigieren konnten.”

Michael Bodmann begrüßte besonders die Profillehrer. Dank galt auch den Beratungslehrern. Bürgermeister Manfred Winkens konnte den Abiturienten auch aus der Sicht seiner Erfahrungen als Pädagoge wertvolle Erkenntnisse mit auf den Lebensweg geben. Er dankte der Schulleitung und dem Kollegium, nicht zuletzt aber auch den Schülerinnen und Schülern und deren Eltern, die alle an einem Strick gezogen hätten.

Mit Spannung erwartet wurde die Festrede von Schulleiter Heinrich Spiegel. Das Wort „Abiza”, das Motto des Abitur-Jahrganges, mussten sich die Zuhörer erst einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ausgefeilte Begabtenerfassung im Zentralabitur gleich „Abiza”. „Volljährig und gut drauf” - das Motto des Jubiläums-Schulfestes am Samstag, 21. Juni, passe auf dieser Abiturientia „wie gemacht”.

„Pünktlich mit Beginn der Fußball-EM habt ihr alle Mühen ausgeblendet, um euch ganz einem anderen Sommermärchen, dem Fußball, hingeben zu können.” Heinrich Spiegel trennte zwischen erster und zweiter Halbzeit, wobei besonders die zweite Halbzeit der Gesamtschule unter einem guten Stern gestanden habe.

Stadt, Bezirksregierung und Förderverein hätten beste Begleitbedingungen geschaffen. An die Schülerinnen und Schüler gewandt sagt er: „Ihr geht jetzt hinaus in eine neu Spielzeit.” Die musikalische Untermalung gestalteten Valentina Pretzer (Violine), Kathleen Seidel und Michael Bodmann (Klavier). Eine Fotoschau zeigte während der Zeugnisüberreichung Jugendbilder des jeweiligen Abiturienten zur Einschulungszeit.

Beifall gab es für die Zwiegespräche der Profillehrer und die Schülerreden von Lisa Ophelden und Julia Sturm. Dann begann das „große Feiern” im Oberstufengebäude.