Kreis Heinsberg: 80 Rot-Kreuz-Helfer üben für den Ernstfall

Kreis Heinsberg : 80 Rot-Kreuz-Helfer üben für den Ernstfall

Zum wiederholten Mal organisierte der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eine Übung auf dem Bundeswehr-Gelände innerhalb des Truppenübungsplatzes auf dem Nato-Stützpunkt in Geilenkirchen-Teveren.

Unterstützt vom DRK-Kreisverband trainierten rund 80 Frauen und Männer an drei Tagen den Ernstfall.

Die Abteilung Technik und Sicherheit begann bereits am Freitag mit dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Dazu gehörten die Installation von einem Dutzend Zelten für Unterkunft und Übernachtung sowie die Sicherstellung der Stromversorgung für die Beleuchtung. Zusätzlich verwendeten die Helfer mehrere „Powermoon-Systeme”, die eine weiträumige Ausleuchtung ermöglichten.

Erstmals erprobte die Einheit auch ein mit Benzinmotor betriebenes Gerät zur Warmwasseraufbereitung für eine Felddusche. Der Lehrgangsleiter Technik und Sicherheit, Eckhard Scharnweber, hatte in Zusammenarbeit mit dem Forstamt außerdem eine Fortbildungsmaßnahme im Umgang mit einer Kettensäge angesetzt.

Als weiteres Übungsthema bildete das Auffinden von Zielpunkten anhand von GPS-Koordinaten eine besondere Herausforderung. Landesbereitschaftsleiterin Marlis Cremer schaute zusammen mit dem Lehrgangsleiter Informations- und Kommunikationstechnik, Mario Lennartz, den 15 Teilnehmern bei dieser Übungsthematik über die Schulter.

Nach vier Wochenenden theoretischer Ausbildung absolvierte diese Gruppe aus dem Landesverband Nordrhein ihren praktischen Abschluss auf dem Übungsgelände. Ihr oblag der Aufbau der kompletten Kommunikation mit Fernsprechbau. Die Frauen und Männer mussten über mehrere Kilometer Fernsprechkabel verlegen und zudem die PC-Vernetzung über DSL sicherstellen.

Doch die neueste Technologie hat auch so ihre Tücken, wusste Marlis Cremer zu berichten: „Die guten alten Strippen sind weniger anfällig gegen Störungen als moderne Technik.” Aus diesem Grund werden zukünftig auch weiterhin viele Kilometer Kabel verlegt, um bei einem Ausfall von DSL die Versorgung - und damit lebenswichtige Funktionen - aufrechtzuerhalten.

Tim Venmans ist Leiter der Zugführung Landesvorhaltung Information und Kommunikation. Er beaufsichtigte die Fortbildung auf Helfer-, Leitungs- und Führungsebene. Diese 14 Teilnehmer beschäftigten sich mit den Themen W-Lan, W-Lan-Richtfunk und Voice over IP, Tetra-Digitalfunk, Nutzung vorhandener Kabelnetze und V-DSL über Feldkabelleitung. Dieses umfangreiche Sachgebiet erfordert umfangreiche Kenntnisse der neuesten Kommunikationsmittel und Medien.

Landesbereitschaftsleiterin Marlis Cremer hob besonders die Zusammenarbeit mit dem Rot-Kreuz-Kreisverband hervor.

Unter Leitung von Armin Schulze hatte das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Heinsberg seine 1.Verpflegungseinheit mit insgesamt 15 Helferinnen und Helfern bereitgestellt.

Der Landessachbearbeiter Technik und Sicherheit, Fritz Matull, und das Leitungsteam hatten die Übung für die insgesamt rund 80Helferinnen und Helfer bis ins kleinste Detail ausgearbeitet - und der Erfolg gab ihnen am Ende recht.