Kreis Heinsberg: 72 Stunden lang soziale Projekte realisieren

Kreis Heinsberg : 72 Stunden lang soziale Projekte realisieren

„72 Stunden - uns schickt der Himmel” lautet das Motto der Sozialaktion. „Wer immer noch glauben sollte, die Jugend von heute wolle nichts, könne nichts und leiste nichts, wird spätestens im Mai 2009 merken, wie sehr er sich getäuscht hat”, erklärte der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff in seinem Grußwort.

Vom 7. Mai 2009, 17.07 Uhr, bis zum 10. Mai 2009, 17.07 Uhr, wollen katholische Jugendgruppen 72 Stunden lang soziale, interkulturelle, politische oder ökologische Projekte realisieren und dabei Engagement, Kreativität und Einfallsreichtum zeigen.

Schon einmal, im Jahr 2003, beteiligten sich 6000 junge Menschen aus den Bistümern Aachen, Lüttich und Roermond, an einer solchen Aktion (damals „Contaction” genannt), gestalteten Neuanlagen an Kindergärten und Tierheimen, strichen Haltestellen an und reparierten. Bei der kommenden Aktion werden wahrscheinlich über 100.000 Kinder und Jugendliche aus 14 Bistümern in sieben Bundesländern teilnehmen und weit über sieben Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit in etwa 3000 Projekten leisten.

Schirmherr im Bistum Aachen wird NRW-Jugendminister Armin Laschet sein. Organisiert wird die Aktion vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Der regionale Koordinierungskreis mit Reiner Lövenich (Jugendbeauftragter für die Region Heinsberg), Rodney Plum (Christliche Arbeiterjugend) und Margit Hils (Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum im Kreis Heinsberg) stellte jetzt Vorhaben und Termine in der Region vor. Zum Koordinierungskreis gehören auch noch Hubert Zweipfennig und Walburga Platzbecker (BDKJ).

Es werden drei Informationsveranstaltungen abgehalten und zwar am 16. September um 19.30 Uhr im Jugendzentrum „New Com” in Geilenkirchen, am 18. September um 19.30 Uhr im Jugendzentrum „Katho” in Erkelenz und am 25. September um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Burg in Hückelhoven.

Zum regionalen Auftakt treffen sich die Beteiligten am 7. Mai um 18 Uhr im Bürgertreff Waldfeucht. Da gibt es Musik und Aktionspakete. Die Aktionsgruppen stellen sich vor. Die teilnehmenden Gruppen können zwischen drei verschiedenen Möglichkeiten wählen. Entweder nimmt man die eigene Umgebung unter die Lupe und stellt fest, wo Hilfe nötig ist, man etwas besser machen kann und nimmt die Sache in die Hand, oder die Gruppe hat eine Idee, weiß aber noch nicht so richtig, wie sie es anpacken könnte.

Dann überlegt der Koordinierungskreis mit ihr zusammen, wie die Idee verwirklicht werden könnte. Letztlich können sich Gruppen auch bis zur letzten Minute überraschen lassen und ihre Aufgabe erst beim Aktionsstart erfahren. Diese hat der Koordinierungskreis ausgesucht - und dann heißt es: Kreativ sein und improvisieren!

Die zentrale Abschlussfeier findet am Sonntag, 10. Mai, spätnachmittags im Aachener Eurogress statt.

Natürlich hofft der regionale Koordinierungskreis auf Sponsoren. Ob Gruppentransporte, Fördermittel, Material oder Finanzierung der Aktions-T-Shirts; solche Hilfen in der Region sind sehr willkommen.

Wie die Verantwortlichen für die Sozialaktion in der Region anmerkten, haben sich schon verschiedene Gruppen angemeldet. Das geschieht im Internet (http://www.72stunden.de oder unter http://www.jugendarbeit-region-heinsberg.de), dort gibt es auch zeitnahe Informationen über den Fortgang der Vorbereitungen. Teilnehmen werden auch Messdienergruppen. Die erste Anmeldung zur 72-Stunden-Aktion kam im Bistum Aachen von einer Messdiener-Gemeinschaft aus Hückelhoven.