Kreis Heinsberg: 6680 haben sich im Kreis Heinsberg schon impfen lassen

Kreis Heinsberg : 6680 haben sich im Kreis Heinsberg schon impfen lassen

Bislang haben sich von den weit über 250.000 Einwohnern im Kreis Heinsberg 6680 Menschen schon gegen die Schweinegrippe impfen lassen - im Gesundheitsamt oder in Notfallpraxen, bei Hausärzten oder Betriebsärzten.

Dies teilte der Pressesprecher des Kreises, Ulrich Hollwitz, am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Zahl der bestätigten Fälle - seit dem Auftreten der Neuen Influenza A (H1N1) - erreichte im Kreis inzwischen den Wert 212; darunter 166 Fälle mit Labornachweis. Die Dunkelziffer, so gab Hollwitz zu bedenken, sei allerdings wesentlich höher. Allein in der vergangenen Woche habe es 35 neue bestätigte Fälle gegeben.

Eine Befreiung von der Schulpflicht - wie zuletzt in der Grundschule von Erkelenz-Hetzerath - gibt es nach Angaben des Kreissprechers derzeit an keiner Schule im Kreisgebiet. Allerdings hätten 16 von 57 Grund- und Förderschulen dem Schulamt Fälle von Schweinegrippe gemeldet. Acht Schulen hätten derzeit einen deutlich erhöhten Krankenstand von 20 bis 30 Prozent, wobei davon auszugehen sei, dass ein beträchtlicher Teil der betroffenen Schüler an Schweinegrippe erkrankt sei.

Bislang wird weiter von einem milden Verlauf der Erkrankung bei den betroffenen Personen im Kreis Heinsberg gesprochen. Von Fällen mit kritischem Verlauf oder mit Komplikationen sei bislang nichts bekannt, so Hollwitz.

Auch für die kommende Woche erhält der Kreis Heinsberg nur 4000 statt der ursprünglich in Aussicht gestellten 8600 Impfdosen pro Woche. Das Landesgesundheitsministerium habe allerdings bereits signalisiert, dass in der zweiten Dezember-Woche deutlich mehr Impfdosen geliefert werden sollen. Von einer Impfstoffknappheit könne weiterhin keine Rede sein, so Hollwitz. Es gebe keine Wartezeiten von etlichen Wochen für Impfwillige.

So seien bei den zentralen Terminen in Heinsberg, Erkelenz und Geilenkirchen, die das Gesundheitsamt koordiniere, für die kommende Woche noch einige Termine frei, wenn auch die Terminvergabe für die übernächste Woche bereits begonnen habe. Es erfolge zudem auch ein Austausch von Impfdosen zwischen Arztpraxen, in denen aktuell entweder zu viele oder zu wenige Impfdosen vorhanden sind.

Die Hausärzte seien weiterhin der erste Ansprechpartner für einen Impftermin. Wer keinen impfenden Hausarzt habe, könne sich an das Gesundheitsamt (02452/135311) wenden.