Kreis Düren: 600 Reiter beim Reit- und Springturnier der Deutschritter

Kreis Düren : 600 Reiter beim Reit- und Springturnier der Deutschritter

Die Dürener Deutschritter hatten für das passende Umfeld und nahezu perfekte Bedingungen gesorgt, und die 600 Reiter revanchierten sich beim Reit- und Springturnier am Wochenende bei Veranstaltern und Publikum mit hervorragenden Leistungen und spannenden Wettbewerben.

Vor allem bei den M- und S-Springen mit mächtigen Oxern und schweren Kombinationen kamen die Zuschauer an der Kuhbrücke voll auf ihre Kosten. An allen drei Tagen dominierten die Profi-Reiterinnen Natalie Destree-Kradepohl vom (RFV Jan von Werth Jülich) und die Österreicherin Elke Bermadinger vom RC St.Georg Günhoven die Springprüfungen.

Sie traten mit mehreren Pferden an und konnten zahlreiche Siege und Platzierungen für sich verbuchen. Das S-Springen am Samstag allerdings gewann in einem spannenden Stechen Stephan Werner vom RV Gut Kuckum aus Würselen auf seinem Belgier Dallas du Ruisseau, knapp gefolgt von Elke Bermadinger auf Senator Spencer III und Natalie Destree-Kradepohl auf Crack the Shadows.

Gute Platzierungen

Das S-Springen am Sonntag konnte Andrea Weinberg vom Eschweiler PSV mit ihrem Holsteiner Cadence 2 für sich entscheiden, gefolgt von Natalie Destree-Kradepohl auf For Fun 43 und Elke Bermadinger mit ihrem elfjährigen Senator Spencer. Aber auch die Lokalmatadore des Reit- und Fahrvereins Deutschritter freuten sich an den drei Turniertagen über gute Platzierungen. bei den beiden S-Springen am Samstag und Sonntag platzierten sich Jenny Gerhards (10), Lara Hamacher und Dustin Lenzen sowie Erik Destree. Sabine Fuchs und Filia 189 gewannen zudem die Reitpferdeprüfung am Freitag und Jenny Gerhards auf The Spirit unter viel Beifall die Springprüfung Klasse M am Samstag.

Im benachbarten Dressurviereck ging es nicht weniger spannend zu. Auf Trense und Kandare sah das Publikum Pferde und Reiter in wunderbarer Harmonie, auch wenn der eine oder andere bei Traversalen und Galoppwechseln hin und wieder aus dem Takt geriet.

Bei der M-Dressur am Sonntagvormittag überzeugte Tanja Hinrichs vom RV Laurensberg aus Aachen mit Laurina 22 die Richter und 7,70 Punkte. Bei den L-Dressuren am Freitag, Samstag (Kandare) und Sonntag zeigten Ludger Neuhaus vom RV Würselen-Broichweiden auf Jilia, Denise Buchholz und Fiora B vom RSZ Euskirchen-Dom-Esch sowie Melanie Sawitzki vom RV Scherpenseel aus Übach-Palenberg auf Lavida 11 die besten Leistungen im Dressurviereck.

Ein ganz besonderes Spektakel boten die Veranstalter neben den „klassischen“ Prüfungen ihrem Publikum. Beim „Jump-and-Run“ gingen jeweils zwei tierisch-menschliche Teams ins Rennen um die besten Zeiten. Auf dem Springplatz startete zunächst das Reiterpaar in einen kleinen Parcours. Anschließend waren Hund und Herrchen oder Frauchen gefragt, ebenfalls einige Hindernisse, natürlich hundegerecht, zu überwinden. Die Zeiten beider Teams wurden addiert. Und während die Reiter ihre Hindernisse meist souverän meisterten, taten sich im Zusammenspiel von Mensch und Hund unter Wettbewerbsbedingungen Abgründe auf. Dabei machten die Zweibeiner zumeist keine bessere Figur als ihre vierbeinigen Teampartner. Das wiederum amüsierte die Zuschauer besonders.

Und auch wenn einige Hindernisse mehr umgerannt als überwunden wurden und um die Slalomstangen mehr gezogen als gelaufen wurde, Spaß hatten sichtlich alle an dem ungewöhnlichen Wettbewerb, bei dem es natürlich auch ein Siegerquartett gab. Sehr zur Freude hatten die Deutschritter aus Düren Nasen, Hufe, und Pfoten vorn. Es siegte das Team von Reiterin Elena Brauswetter.