Kreis Heinsberg: 500 Pilger auf dem „kleinen Petersplatz”

Kreis Heinsberg : 500 Pilger auf dem „kleinen Petersplatz”

Wer schon einmal in Rom war, konnte am Samstagnachmittag auch in Heinsberg etwas von der Atmosphäre des Petersplatzes erahnen: Vor dem Kreishaus, „auf dem kleinen Petersplatz”, wie ihn der Mönchengladbacher Regionaldekan Ulrich Clancett nannte, spendete er 500 Messdienern und ihren Begleitern aus den Regionen Mönchengladbach und Heinsberg den Reisesegen vor ihrer einwöchigen Pilgerfahrt nach Rom.

„Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht”, hatte Gemeindereferentin Sabine Mevissen als eine der Organisatoren die Teilnehmer zuvor begrüßt. Sie gehört zum sogenannten Kernteam um den Mönchengladbacher Jugendseelsorger Frank Seeger, dem aus der Region Heinsberg noch Ingrid Beiten sowie Astrid und Manfried Huben angehören.

Die Idee des Pilgerns sei so alt wie die Menschen, betonte Landrat Stephan Pusch in seiner kurzen Rede zur Verabschiedung. Mit dem Unterschied, dass sich die Menschen früher „per pedes” auf den Weg gemacht hätten. „Fast bin ich schon ein bisschen neidisch”, erklärte er. „Ihr werdet bestimmt eine ganz tolle Erfahrung machen, und ich hoffe, dass ihr gesund wieder nach Hause kommt.”

„Rom wird in der nächsten Woche um 500 Kardinäle reicher sein”, erklärte dann Regionaldekan Clancett in Anspielung auf die roten Kappen, an denen die Messdiener in der Vatikanstadt erkennbar sein sollen. Dem „kleinen Petersplatz von Heinsberg” fehle nur noch der Balkon, von dem der Landrat huldvoll zu ihnen hätte sprechen können, fügte er schmunzelnd hinzu.

Nach Segensspruch und gemeinsamen Vaterunser forderte er die Messdiener abschließend zum „Geheimspruch” auf, der eigentlich nur in der Sakristei gesprochen werde. „Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn”, sagte Clancett. „Der Himmel und Erde erschaffen hat”, antworteten Hunderte von Messdienern im Chor.

Der regionale Jugendbeauftragte Reiner Lövenich verteilte die Teilnehmer dann auf die sieben Busse, die auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung standen. In Rom werden die Messdiener und ihre Begleiter den Heinsberger Regionaldekan Winfried Müller treffen. Auf dem Programm stehen ein Gottesdienst im Petersdom, eine Audienz beim Papst sowie diverse Besichtigungen.

Für einen reibungslosen Verlauf der Abfahrt mit unzähligen Pkw, die Teilnehmer zum Kreishaus brachten, sorgten die Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Übach und Jugendliche der Gruppe „Iltis” aus Oberbruch, bei denen sich das Kernteam vor der Abfahrt herzlich bedankte.