Wassenberg-Ophoven: 500 Kilometer auf Roller-Oldie zurückgelegt

Wassenberg-Ophoven : 500 Kilometer auf Roller-Oldie zurückgelegt

Was im Jahre 1985 in kleiner Runde auf einem Privatgrundstück mit nur vier Rollern begann, hat sich inzwischen derart gemausert, dass die Liebhaber des Rollers „Dürkopp-Diana” jährlich zu einem traditionsreichen Rollertreffen einladen.

So auch jetzt geschehen, als Dürkopp-Liebhaber Heinz Beenen zum 19. Dürkopp-Diana-Treffen einlud und im Selfkant-Kreis bis hin in die benachbarten Niederlande für manch erstaunte Blicke sorgte. Denn nicht das bloße Treffen der Liebhaber erhaltenswerter Roller stand auf dem dreitägigen Programm, sondern auch die gemeinsame Ausfahrt mit den knatternden Gefährten ab Baujahr 1954.

Insgesamt 51 Dürkopp-Roller in sämtlichen Farben, Altersklassen und Modellen setzten sich am Samstag zur gut 80 Kilometer langen Ausfahrt mit Ziel Ophovener Gaststätte „Zur Mühle” in Bewegung.

Nach und nach trudelten dort die Liebhaber mit ihren rollenden Schätzchen ein. In Reih und Glied geparkt und somit auch zur Ausstellung bereit, galt das Interesse der weit angereisten Gäste aus England, Bayern und vom Bodensee natürlich ganz den „Maschinen” der Kollegen, Freunde und Sammler.

Weiteste Anreise

Mit der weitesten Anreise „per Achse” begrüßte die im Jahre 1985 gegründete Dürkopp-Diana IG Deutschland Peter Jordan aus Aschaffenburg, der weit über 500 Kilometer auf seiner Dürkopp anreiste.

Auch so mancher Zaungast schaute bei den Dürkopp-Liebhabern vorbei und bestaunte die blankpolierten Roller. So natürlich auch die ältesten Modelle des Veranstalters Heinz Beenen, der mit kostbaren Rollern aus dem Jahre 1938 seine private Schatztruhe öffnete. Angefangen hat die Leidenschaft zum Dürkopp-Roller bei Heinz Beenen durch eine von Sohn Ralf Beenen mitgebrachte „Dürkopp Diana MD 200”.

Dass diese Maschine allerdings der Grundstock für eine Sammlung von mittlerweile 15 Rollern werden würde, stand im Jahre 1991 noch in den Sternen. So wurde aus einem Dürkopp-Roller eine Sammelleidenschaft, die sich auch über weitere Fabrikate der in Bielefeld ansässigen Firma Dürkopp erstreckt.

Ob nun Räder, Plaketten, der Fingerhut oder Nähmaschinen - sämtliche „Dürkopps” haben den Rollerfan Heinz Beenen in seinen Bann gezogen. „Hauptsache es steht Dürkopp drauf”, beschrieb Sohn Ralf Beenen den Eifer seines Vaters und gestand selbst seine Leidenschaft für die blank polierten Dürkopp-Roller ein.

Offiziell verkauft wurden die ersten Dürkopp-Roller mit 6 Volt und Kickstarter im Jahre 1954. Später dann erhielten die Maschinen eine elektrische Anlassung und 12 Volt und wurden somit für die Käufer attraktiver. Im Jahre 1962 allerdings brach die Zweiradindustrie zusammen, und die Produktion wurde erheblich zurückgeschraubt.

Noch 100 angemeldet

In Deutschland gibt es nur noch 100 angemeldete Dürkopp-Roller, von denen sich nun während des 19. Dürkopp-Diana Treffens in Ophoven stolze 51 auf große Fahrt mit Rahmenprogramm begaben. So hatten nicht nur die Rallye-Teilnehmer in Ophoven ihre helle Freude, sondern auch die Begleitpersonen wurden durch Regine Beenen mit einer erlebnisreichen Planwagenfahrt bestens unterhalten.