Städteregion Aachen: 450 Jecke beim Närrischen Empfang der Städteregion

Städteregion Aachen : 450 Jecke beim Närrischen Empfang der Städteregion

Schwarze und Rote passen nicht zusammen? Von wegen, sagte Städteregionsrat Helmut Etschenberg und verwies auf Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram: „Der rote Rudi hat dem schwarzen Helmut die Festhalle Weisweiler für den Närrischen Empfang der Städteregion zur Verfügung gestellt — ohne zu zögern und kostenlos!“

Dass Eschweiler die Karnevalshochburg schlechthin ist, demonstrierten die Gastgeber gleich zu Beginn, als die Standartenträger der 21 indestädtischen Karnevalsvereine auf der Bühne zogen. „Was kann man am Anfang eines Programms schöneres aufbieten als die geballte Kraft des Eischwiele Fastelovend?“, fragte wohl eher rhetorisch Reiner Spiertz, Präsident des Verbandes Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG).

Und Rudi Bertram erklärte, er sei stolz auf diese Karnevalsvereine, die nicht nur den drittgrößten Rosenmontagszug der Republik auf die Beine stellen, sondern das ganze Jahr über Jugendliche betreuen und sich gesellschaftlich engagieren. „Und das alles ehrenamtlich!“

Mit Norbert Weiland, dem Präsidenten des Karnevals-Komitees der Stadt Eschweiler, führte Spiertz durch das gut dreieinhalbstündige Programm. Rund 450 Karnevalisten aus den zehn Kommunen der Städteregion, darunter alle 26 Prinzen, Prinzessinnen oder Dreigestirne samt Gefolge, sowie Gäste aus den belgischen und niederländischen Nachbarkommunen mit ihren Tollitäten verbrachten vergnügliche Stunden miteinander. Und sie hatten unüberseh- und -hörbar viel Freude an den Darbietungen auf der Bühne.

Den Auftakt machte der Städteregionsrat höchstselbst. Als einziger stand er in der Bütt, und hielt eine Rede, die halb Begrüßung, halb klassische Büttenrede mit kleinen humoristischen Seitenhieben auf den ein oder anderen Bürgermeister und Politiker, speziell die Mitglieder des Städteregionstages war.

Ein erstes Raunen ging durch den Saal, als Janina Schiffers , Tanzmariechen des KTC Alsdorfer Tänzer, über die Bühne wirbelte, akrobatisch und anmutig zugleich. Mitmachen war gefragt bei dem Vortrag von Afred Wings. „Der Lange“ von der Dürwisser Narrengarde, im vergangenen Jahr noch als Eschweiler Karnevalsprinz unterwegs, erzählte in schönsten Reimen von einer Kommunionfeier. Die Mariechengarde der Eschweiler Karnevalsvereine riss die Narrenschar ebenso mit wie die städteregionalen Büttenrednernachwuchswettbewerbsgewinner, Lena-Sophie und Niklas Milewicz von der KTC Alsdorfer Tänzer.

Standing Ovations erntete gar die Showtanzgruppe „Dancefire“ der Karnevalsfreunde Lammersdorf unter Leitung von Natascha Mingers und Ute Offermanns. Die Truppe bot ein Medley aus ihren sechs früheren Programmen, mit Ausschnitten aus Musicals und Filmen wie „König der Löwen“, „Tanz der Vampire“ und „Fluch der Karibik“. Und zum Abschluss, bevor alle Tollitäten auf die Bühne geholt und gebührend vorgestellt wurden, heizten „De Kröetsch“ dem Saal noch mal so richtig ein.