Städteregion: 44.500 Kinder und Jugendliche profitieren vom Förderprogramm

Städteregion : 44.500 Kinder und Jugendliche profitieren vom Förderprogramm

Anfangs wurde sie ein wenig skeptisch beäugt, inzwischen möchte sie niemand mehr missen: Die Bildungszugabe der Städteregion hat sich seit ihrer Erstauflage im Schuljahr 2011/2012 zu einem Renner entwickelt. Im vergangenen Jahr haben knapp 30.000 Kinder und Jugendliche von dem Förderprogramm der Städteregion profitiert.

Weitere etwa 14.700 junge Menschen konnten Angebote nutzen, die über Drittmittel finanziert wurden. Gut 305.000 Euro lässt es sich die Städteregion Jahr für Jahr kosten, junge Menschen außerhalb der Schule zu fördern, hinzu kommen 89.000 Euro für Angebote von Alemannia Aachen.

Mit der Bildungszugabe ermöglicht sie es Kindergartengruppen und Schulklassen von der Grundschule bis zum Berufskolleg, eines der vielen Museen in der Region zu besuchen, in ein Theater zu gehen, einen Bio-Bauernhof, die Sternwarte Aachen oder ein Naturschutzzentrum aufzusuchen, Angebote der RWTH Aachen und des Science College Haus Overbach zu nutzen oder aber neue sportliche Erfahrungen wie Klettern zu machen. Der Katalog, aus dem Kitas und Schulen wählen können, umfasst inzwischen rund 300 Angebote von mehr als 80 Akteuren in der Region. „Lernt doch mal woanders“ ist der treffende Titel des 260 Seiten umfassenden Werks.

Ein Stück Bildungsgerechtigkeit

Ohne die Bildungszugabe, das sagen Erzieherinnen und Lehrkräfte immer wieder, könnten sie solche außerschulischen Angebote nicht nutzen. Und viele der insgesamt rund 44.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten ohne die Bildungszugabe nicht die Chance, mal in ein Museum zu gehen oder ein Theaterstück zu sehen. Vor allem Kinder aus einkommensschwächeren und/oder bildungsfernen Familien sollen mit der Bildungszugabe unterstützt werden. Bei der Bewilligung von Anträgen schaut das Bildungsbüro deshalb auf die soziale Komponente. Denn Ziel ist es, ein Stück Bildungsgerechtigkeit herzustellen, wie es im Schul- und im Jugendhilfeausschuss hieß.

689 Anträge wurden im vergangenen Jahr im Bildungsbüro genehmigt. 78 der bewilligten Anträge wurden allerdings nicht wahrgenommen, etwa weil Lehrkräfte erkrankten und kein Ersatz zur Verfügung stand, weil Anbieter aus ähnlichen Gründen absagen mussten oder Terminabsprachen nicht klappten. Besonders fleißig nutzen Grundschulen sowie Kitas und Familienzentren die Bildungszugabe. Von den 12.123 Grundschulkindern, die im vergangenen Jahr Angebote wahrnahmen, kamen 5365 aus der Stadt Aachen, aus den beiden größten Altkreisstädten Stolberg und Eschweiler kamen 2065 beziehungsweise 1165 Kinder. Bei den Kitas stellt wiederum Aachen mit 4127 Kindern die größte Gruppe unter den insgesamt 8784 Teilnehmern.

Sehr viele junge Leute nutzten die Möglichkeit, das Das-Da-Kinder- und Jugendtheater in Aachen zu besuchen. Knapp 17.000 waren es. Weitere 4900 sahen ein Theaterstück von Greta, dem jungen Grenzlandtheater.

(jg)