Hückelhoven: 4000 Unterschriften gegen die Einbahnstraße

Hückelhoven : 4000 Unterschriften gegen die Einbahnstraße

Als Vorsitzender der Hückelhovener Werbegemeinschaft übergab Ralf Sester am Freitagmorgen Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen einen dicken Packen Papier.

Dessen gewichtiger Inhalt: 4000 Unterschriften. Die Kaufleute der Parkhofstraße hatten in den vergangenen drei Wochen Listen in ihren Geschäften ausgelegt, in die sich Kunden, die mit der neuen Verkehrsführung auf der Hückelhovener Einkaufsmeile unzufrieden sind, eintragen konnten.

Hintergrund der Aktion der Gewerbetreibenden: Seit die Parkhofstraße mit der Eröffnung des Hückelhoven Centers (HC) zur Einbahnstraße geworden ist, verzeichnen sie nach eigenen Angaben einen Rückgang in der Kundenfrequenz von, so Sester, „30 bis 50 Prozent”.

Die Werbegemeinschaft Hückelhoven hat die Idee der Kaufleute aufgegriffen, danach begleitet und beendet. Allerdings, dies betont Ralf Sester, „sind wir nicht die Betonköpfe, die sich gegen alles Neue wehren”.

Aber man wollen seinen Einfluss, den man sich in 25 Jahren guter Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in der Stadt erworben habe, in die Waagschale werfen, um einen Zustand, den man für ausgesprochen schlecht erachtet, wieder rückgängig zu machen. Sester: „Nach 25 Jahren Arbeit für die Stadt fordern wir jetzt den Zoll. Wir sind zurzeit als Werbegemeinschaft sehr politisch und wünschen uns eine schnelle Lösung.”

Nichts ist zementiert

Die „schnelle Lösung”, die Sester einfordert, lautet: Rücknahme der Einbahnstraßenregelung auf der Parkhofstraße, Wiederherstellung des status ante 27. September, dem ersten Tag der neuen Verkehrsregelung.

Bürgermeister Bernd Jansen betonte, dass sowohl Verwaltung als auch die Politik stets hervorgehoben haben, „dass wir flexibel sind und die jetzt bestehenden Regelungen nicht als zementiert betrachten. Wir wollen nichts mit aller Macht durchführen”, sagte Jansen und wies gleichzeitig auf das Interesse der Stadt hin, dass „die Einzelhändler der Innenstadt optimale Rahmenbedingungen für ihre Geschäfte zur Verfügung haben sollen”.

Aber, auch darauf verwies der Bürgermeister nachdrücklich, man werde nichts über den Zaun brechen „und zunächst einmal die Verkehrszählung an 16 verschiedenen Stellen im Innenstadtbereich abwarten, ehe man in der Ratssitzung am 17. November auf diesem Zahlenmaterial basierend auch über Änderungen der jetzigen Verkehrsführung diskutieren werde. Im Übrigen, so Jansen, sei die Einbahnstraßenregelung „eine zentrale Forderung an das Stadtmarketing” gewesen.

Ralf Sester signalisierte im Namen der Werbegemeinschaft Entgegenkommen: „Wir sollten das Weihnachtsgeschäft abwarten. Aber danach muss dann schnell gehandelt werden.”