Städteregion: 27 Narrenherrscher nehmen die Städteregion ein

Städteregion : 27 Narrenherrscher nehmen die Städteregion ein

Alle Jahre wieder bietet sich am Tag nach Weiberfastnacht in einer Halle zwischen Baesweiler und Monschau ein prächtiges Bild: Tollitäten aus allen Städten und Dörfern treffen sich beim Empfang des Städteregionsrates, feiern sich und lassen sich feiern.

So auch am Freitag in der Aula des Schulzentrums Herzogenrath. 27 Prinzen, Prinzessinen, Prinzenpaare und Dreigestirne samt Gefolge, dazu etliche Karnevalisten aus Belgien und den Niederlanden sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung — insgesamt rund 450 Jecken — verbrachten dort ein paar fröhliche Stunden miteinander.

Durch das kurzweilige Programm führte wie in jedem Jahr Reiner Spiertz, Präsident des Verbandes Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), das dessen Literat Karl-Heinz Mattheis zusammengestellt hatte. „Der Karneval lebt — und diesem Jahr boomt er sogar“, stellte Spiertz zufrieden fest. Dass er Städteregionsrat Helmut Etschenberg als „Landrat“ bezeichnete, nahm dieser mit Humor. „Landrat ist eine ehrenvolle Bezeichnung, mit Städteregionsrat kann kaum einer was anfangen. Du kannst aber auch einfach sagen: lieber Helmut.“

Den Tollitäten rief Etschenberg zu: „Ihr seid das Highlight des Tages.“ Das städteregionale Sessionsmotto „Jeck op Peäd“ sei mit Blick auf die diesjährigen sportlichen Highlights in der Aachener Soers gewählt worden, verriet er in seiner launigen, teils auf Platt gehaltenen Begrüßung. In wohlgesetzten Reimen hieß Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch die Narrenschar in seiner Stadt willkommen und forderte sie auf, die tollen Tage zu genießen. „Bei allem Ernst im täglichen Leben, muss es auch solche Tage geben.“

Dass sie auch vereint zu feiern verstehen, stellten die Tollitäten dann unter Beweis. Sie sangen, schunkelten und klatschten bei allen Darbietungen mit. Und geschmückt mit dem städteregionalen Sessionsorden zogen sie am frühen Nachmittag vondannen.