Waldfeucht-Braunsrath: 22 Bruderschaften im Gebet

Waldfeucht-Braunsrath : 22 Bruderschaften im Gebet

Der Gebetstag des Schützenbezirks Heinsberg ist beeindruckend, selbst für jene, die dem Schützenwesen nicht verbunden sind.

Wenn sich die Fahnenträger von 22 Schützenbruderschaften um den Altar der Klosterkirche „Maria Lind” in Braunsrath scharen, Könige und Präsidenten im Ornat sowie Offiziere in Uniform den größten Teil der Klosterkirche füllen, dann gibt dies immer ein ganz besonderes Bild.

Bezirkspräses Dechant Bernd Bartel feierte am Altar die Heilige Messe und lenkte mit seiner Predigt den Blick der Schützenschwestern und Schützenbrüder auf die Ereignisse in der Welt, deren Teil auch sie sind.

An den Beginn stellte er die Frage nach der Schuld, wenn die Menschen von Leid und Krankheit betroffen seien und nannte als Beispiele die Krebserkrankung einer Mutter oder ein tödlicher Verkehrsunfall junger Leute. „Es ist wohl unser tief-menschliches Verlangen, immer nach einem Schuldigen zu suchen”, stellte er fest.

Es scheine dabei den Menschen leichter zu fallen, eine leidvolle Situation als Strafe hinzunehmen. Leichter zumindest als die damit verbundene scheinbare Sinnlosigkeit ungeklärter Fragen und Probleme.

Jesus habe aber schon seinen Jüngern einst eine völlig unerwartete Antwort gegeben, als er ihnen erklärte, dass Krankheit keine Folge von Sünde oder göttlicher Strafe sei, sondern an diesem kranken Menschen Gottes Wirken offenbar werde.

Gott wolle nicht Strafe für den Menschen, sondern Heil und Segen, doch für diese Erkenntnis müssten „blinde Augen” erst geöffnet werden. „Blinde Augen” auch der Gemeinde zu öffnen, dem galten die Fürbitten, die stellvertretender Bezirksbundesmeister Siegfried Jansen vortrug.

Am Ende des festlichen Gottesdienstes, musikalisch gestaltet durch den Kirchenchor Unterbruch unter der musikalischen Leitung von Hans-Willi Lenzen, dankte Bezirksbundesmeister Arno Gossen den Ordensschwestern von Maria Lind für ihre Gastfreundschaft, dem Chor für sein Engagement, Bezirkspräses Dechant Bernd Bartel für die Feier der Heiligen Messe und den Braunsrather Schützen für die Vorbereitung des anschließenden Empfangs, zu dem er noch einmal alle Schützenschwestern und Schützenbrüder einlud, sich die Zeit für einen Gedankenaustausch zu nehmen.