Kreis Heinsberg: 2018 geht es weiter mit der Sozialarbeit an Schulen

Kreis Heinsberg : 2018 geht es weiter mit der Sozialarbeit an Schulen

Der Kreis Heinsberg wird — so der einstimmige Beschluss im Kreistag — auch für 2018 Landesmittel für Sozialarbeit an Schulen beantragen und Kreismittel zur Finanzierung des 40-prozentigen kommunalen Anteils für dreieinhalb Schulsozialarbeiterstellen an kreiseigenen Schulen zur Verfügung stellen. Soweit Städte und Gemeinden sowie der Schulverband Gangelt-Selfkant die Antragsunterlagen beibringen, will der Kreis auch für sie die vom Land zur Verfügung gestellten Fördermittel für 2018 beantragen.

Wie der Beschlussvorlage zu entnehmen war, hatte die Bezirksregierung Köln im März darüber informiert, dass das ursprünglich auf drei Jahre befristete Landesprogramm zur Förderung der Schulsozialarbeit um ein Jahr verlängert wird. Die Förderung erfolgt seit 2015 mit einem Festbetrag, der von den durch das Land errechneten Personal- und Sachkosten eines Schulsozialarbeiters 60 Prozent umfasst. Über die Inanspruchnahme der Förderung für die Jahre 2015 bis 2017 war mit Beschlüssen des Kreistages im Jahr 2015 entschieden worden. Aufgrund dieser Kreistagsbeschlüsse wurden — befristet bis 2017 — an kreiseigenen Schulen 3,5 Stellen eingerichtet und Kreismittel zur Verfügung gestellt: jeweils 1,0 für Berufskolleg Erkelenz und Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen sowie jeweils 0,75 für Berufskolleg Ernährung — Sozialwesen — Technik in Geilenkirchen und Kreisgymnasium Heinsberg. Die Befristung wird nun auf das Jahr 2018 erweitert.

Die Sozialarbeiterstelle für das Bauernhofprojekt der Janusz-Korczak-Schule wird zu 60 Priozent aus dem Landesprogramm und zu 40 Prozent aus der vom Land gewährten Inklusionspauschale finanziert. Kreismittel sind da nicht notwendig.

Der Jugendhilfeausschuss hatte sich im März einstimmig für die Fortführung des Landesprogramms ausgesprochen.

Aktuell gibt es bei den kreisangehörigen Städten und Gemeinden insgesamt 10,76 Stellen für Schulsozialarbeiter im Rahmen der Landesförderung: 3,0 in Erkelenz, jeweils 2,0 in Heinsberg und Hückelhoven, jeweils 1,0 beim Schulverband Gangelt-Selfkant sowie in Übach-Palenberg und Wegberg, 0,5 in Wassenberg und 0,26 in Waldfeucht. Zuwendungsempfänger ist der Kreis Heinsberg, da nur Kreise und kreisfreie Städte antragsberechtigt sind. Auf vertraglicher Basis erfolgt die Weiterleitung der Zuwendungen.

(disch)