Kreis Heinsberg: 20 Jugendliche nehmen am ersten Schulsanitätercamp teil

Kreis Heinsberg : 20 Jugendliche nehmen am ersten Schulsanitätercamp teil

Gut mit Erst­helfer-Wissen gerüstet, nahmen insgesamt 20 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren von fünf Schulen aus dem Kreis Heinsberg am ersten Schulsanitätercamp vom Jugendrotkreuz (JRK) im DRK-Kreisverband Heinsberg auf dem Jugendzeltplatz Ruraue in Hückelhoven-Brachelen teil.

Sie hatten in ihren Schulen einen Erste-Hilfe-Grundkurs durchlaufen, einige hatten sich mit dem Kurs „Sanitäter in der Schule“ fortgebildet; für alle kamen praktische Erfahrungen in ihren Dienstzeiten dazu. Ein umfangreiches Wissen, das sie beim Wettbewerb am zweiten von drei Tagen sehr gut brauchen konnten.

Beim Schulsanitätercamp waren natürlich auch „Verletzte“ zu versorgen.
Beim Schulsanitätercamp waren natürlich auch „Verletzte“ zu versorgen. Foto: DRK

Zwölf Stationen warteten auf die Schüler: zehn Erste-Hilfe- sowie zwei Spiel- und Spaßaufgaben. Die Geschichte dazu: Sie waren während einer Studienreise nach Italien unfreiwillig durch ein Zeitloch ins alte Rom gelangt und mussten zwölf gute Taten tun, um in die Gegenwart zurückgelangen zu können.

„Neben den Schülern gibt es 20 hauptamtliche und ehrenamtliche Personen, die mit Planung und Organisation beschäftigt waren“, erläuterte JRK-Kreisleiter Carsten Kohnen Einzelheiten, „und heute sind viele als Betreuer, Schiedsrichter und Verletztendarsteller im Einsatz.“ Überwiegend seien dies JRK-Kräfte, aber auch Erste-Hilfe-Ausbilder des DRK sowie vier Helfer aus Viersen und Mönchengladbach seien dabei.

Kohnen fand die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt lobenswert. Um das Anwenden von Gelerntem, Kennenlernen von Jugendlichen anderer Schulen und viel Spaß ging es während der drei Tage mit zwei Übernachtungen — Lagerfeuer, Stockbrot backen und Spiele inbegriffen. Im Laufe des Wettbewerbs galt es für die Schulsanitäter, in sechs gemischten Gruppen die zwölf Aufgaben nach verschiedenen Kriterien zu lösen.

Wie sie es schafften, sich zu organisieren, stand ebenso im Fokus wie der Umgang mit Stress und die Reihenfolge der Maßnahmen. So galt es, einen regungslos am Boden liegenden „Priester“ wiederzubeleben, Brand-, Schnitt- oder Schürfwunden sowie Hämatome zu versorgen oder Knochenbruch und Augenverletzung zu behandeln.

„Sie haben alle richtig etwas gelernt und wissen, was zu tun ist“, meinte DRK-Ausbilder Lothar Mester, der die Situation „am offenen Feuer“ betreute, „jede Gruppe geht dabei anders an die Aufgabe ran.“ Eine besonders stressige Lage erwartete die Teilnehmer im „Kolosseum“, da jedes Gruppenmitglied einen Verletzten zugewiesen bekam. „Ziel ist es am Ende, dass alle gut versorgt sind“, betonte Carsten Kohnen — während der Zeitreise und später im „wahren“ Leben.

Den ersten Platz im Wettbewerb belegten Lena Rauschen, Michelle Winkens, Lars Bähr und Yannick Windeck. Platz zwei erreichten Saskia Wrede, Sarah Deffinger und Jan Knops. Und der dritte Platz ging an Melissa Pigorsch, Winnie Wirtz und Meik Biermanns.