Wildenrath: 20 Jugendliche beim Golftraining für Ferienkids

Wildenrath : 20 Jugendliche beim Golftraining für Ferienkids

Die Sonne schien, das „Grün” war geschnitten - und mehr als 20 Kids wollten den Ball schlagen. Das Jugendtraining des Golfclubs Wegberg im Rahmen der Ferienspiele war am Dienstagmorgen ein voller Erfolg.

„Es ist für Jugendliche nicht einfach, Golf zu spielen. Tennis oder Fußball kann man notfalls auf der Straße spielen, aber Golf? Dafür braucht man einen Platz”, berichtet Tim Longley, Jugendtrainer des Golfclubs. Zwar hat der Club über 120 „Nachwuchs-Putter”, aber trotzdem sind die Club-Verantwortlichen weiter auf Talentsuche. Und solche Talente waren auch unter den „Ferienkids” zu finden.

„Ich habe schon mal Golf gespielt, aber eigentlich spiele ich liebe Tennis”, verrät der 13-jährige Oliver aus Kipshoven. Und dabei bringt der Schüler so ziemlich alles mit, was ein guter Golfer braucht: Die Haltung stimmt, die Ausholbewegung mit dem gewissen Hüftschwung passt genau und sein Schlag von der „Driving Range” fegt über 100 Meter weit.

„Sehr gut, das war toll”, lobt auch Trainer Longley den Schlag. Der Golfclub ließ sich beim Besuch der Jugend nicht lumpen: Knapp 1000 Bälle durften die Gäste über das Grün schlagen. Und das sah schon teilweise relativ lustig aus - mal trudelte der Ball nur wenige Meter weit, kroch über das Grün wie eine Schnecke, oder flog professionell mehr als 100 Meter weit.

„Die Kids lernen heute die Koordination. Wie man sich richtig hinstellt, wie die Körperhaltung kurz vor dem Abschlag sein muss”, so Longley. Und dieses Talent können schon Fünfjährige lernen - so jung ist nämlich der „frischeste Putter” im Club. „Für mich ist das nicht ganz einfach. Schließlich muss man richtig zum Ball stehen und auch noch richtig den Ball treffen. Da spiele ich doch lieber Fußball”, erklärt der achtjährige Simon aus Uevekoven.

Um neun Uhr hatten die Jugendlichen und Kinder mit ihrem Trainings begonnen. Mit den ersten Sonnenstrahlen ging es auf das 560 000 Quadratmeter große „Grün”. Und die 18-Loch-Anlage faszinierte die Kids natürlich schon. „Das sieht geil aus”, meinte ein Teilnehmer. Hier - auf dem Allerheiligsten eines Golfclubs - wurde das Putten gelernt. Naja, wie Tiger Woods zielte keiner, aber ein gewisses Siegerlächeln hatten die Teilnehmer auch nach gescheiterten Schlägen.

Und natürlich wurden - wie bei den „großen Golfern” auch erste Fachbegriffe ausgetauscht. „Gib mir mal das Siebener-Eisen”, sagte der zwölfjährige Yannick aus Arsbeck.Er musste dann aber passen, als Trainer Longley fragte, was denn ein Kakao sei. „Ein Milchmixgetränk”, meinte Yannick. Das stimmte nicht ganz: Unter Kakao verstehen die „Golfer” etwas anderes - nämlich, wenn der Ball ins Gebüsch oder ins hohe Gras geschlagen wurde, und nur noch schwer zu spielen ist.

Doch diese „kleine” Lehrstunden wurden schnell vergessen, als auf der Driving Range wieder das Abschlagen geübt wurde. Und zwar hemmungslos - jeder Teilnehmer durfte dreimal die kleine Kugel ins „Grün” schlagen. Nach fast drei Stunden war der „Golfzauber” vorbei und die Kids waren sich ganz sicher: Ganz vergessen wird man den Golfsport nicht, auch wenn man ihn sich derzeit nicht leisten kann!

Immerhin beträgt allein die Jahresgebühr beim Golfclub 1125 Euro - für Jugendliche natürlich etwas weniger.