Kreis Heinsberg: 18,7 Millionen Euro fließen in den sozialen Wohnungsbau

Kreis Heinsberg : 18,7 Millionen Euro fließen in den sozialen Wohnungsbau

Im Jahr 2017 sind insgesamt 18,7 Millionen Euro an Landesmitteln für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus in den Kreis Heinsberg geflossen.

„Nach einem bereits sehr guten Ergebnis im Jahre 2016 mit insgesamt 12,8 Millionen Euro konnte das Fördervolumen somit nochmals deutlich gesteigert werden“, bilanzierte jetzt der Kreis Heinsberg. Die Fördermittel, mit denen der Bau von insgesamt 190 Wohneinheiten gefördert wurde, reichten von besonders zinsgünstigen Darlehen bis hin zu Tilgungsnachlässen von bis zu 15 Prozent.

Neues Programm

Mit dem neuen Wohnraumförderungsprogramm 2018 bis 2022 hat das Land NRW die soziale Wohnraumförderung fortgeschrieben und die Konditionen nochmals verbessert. Ein Förderschwerpunkt bleibt die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in allen Marktsegmenten. Zentrales Ziel bleibt der Bau von Mietwohnungen.

Die Eigentumsförderung, die sich an Haushalte mit mindestens einem Kind oder einem schwerbehinderten Haushaltsmitglied richtet, wird schrittweise und bedarfsgerecht ausgeweitet. Neben den erhöhten Grundpauschalen (für den Kreis Heinsberg sind dies 90.000 Euro beziehungsweise 70.000 Euro je nach Wohnort) und einer veränderten Familienkomponente (15.000 Euro je Kind) sind erstmals auch in diesem Bereich Tilgungsnachlässe vorgesehen.

Zudem können 15 Prozent des Gesamtförderbetrages als Eigenkapitalersatz auf die erforderliche Mindesteigenleistung von 15 Prozent der Gesamtkosten angerechnet werden.

Außerdem soll zukünftig der Erwerb von Wohneigentum im Bestand unabhängig von ihrem energetischen Standard ermöglicht werden. Dies bedeutet, dass die bisherige Anforderung entfällt, bei älteren Objekten, die noch nicht die energetischen Vorgaben der Wärmeschutzverordnung von 1995 erfüllen, zugleich Maßnahmen zur Verbesserung des energetischen Standards vorzunehmen. Dabei entsprechen die Fördersätze beim Bestandserwerb zu 100 Prozent denen der Neubauförderung.

Mit der neuen Richtlinie zur Förderung der Modernisierung von Wohnraum kann zudem die Modernisierung einer Wohnung oder eines Eigenheims mit einem zinsgünstigen Darlehen für die anfallenden Bau- und Baunebenkosten bis zu einer Höhe von 100.000 Euro und einem Tilgungsnachlass von 20 Prozent gefördert werden. Die Eigentümer von selbst genutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen müssen Einkommensgrenzen einhalten; ein Mindesteigenkapitalanteil ist jedoch nicht erforderlich.

Infos in der Kreisverwaltung

Über das neue Wohnraumförderungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen informiert das für die Wohnbauförderung zuständige Amt für Bauen und Wohnen des Kreises Heinsberg unter Telefon 02452/136332.

Antragsunterlagen und weitere Informationen gibt es auch unter www.nrwbank.de. Die gesamten Förderbestimmungen können unter www.mhkbg.nrw.de eingesehen oder heruntergeladen werden.