Kreis Düren: 1500 Menschen mobilisiert, um gegen Rechts aufzustehen

Kreis Düren : 1500 Menschen mobilisiert, um gegen Rechts aufzustehen

Viel zu tun gab es in den vergangenen beiden Jahren seit der letzten Vollversammlung des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt.

In Linnich stellte die Vereinigung sich mit 1500 Demonstranten im November 2015 den „Linnicher Bürgern gegen die Asyl-Invasion“ entgegen und auch der Demo des Armeniusbundes am Dürener Kaiserplatz begegnete man spontan mit 200 bis 300 Menschen. Reichlich zu tun also zum zehnjährigen Bestehen des Bündnisses, das Anfang 2007 offiziell aus der Taufe gehoben wurde.

Während der von Karl Panitz vorgetragene Blick zurück auch an den erfolgreichen Abschluss des Kunstprojektes „Engel der Kulturen“ und die Neuinstallation der Tafel „Menschenrechte für alle“ am Rathaus erinnerte, stand im Anschluss die künftige Arbeit im Fokus. Hier sieht das Bündnis vor allem die Arbeit gegen die AfD im Wahljahr 2017 als dringendste Aufgabe. Als Basis dafür hielt der Integrations- und Migrationsbeauftragte Emmanuel Ndahayo einen Vortrag über Wandlungsprozesse im Rassismus.

Sein Fazit: Rassismus fuße auf Unterschieden, Religion und Privilegien und werde daher leider nicht aussterben. Heutiger Rassismus sei aber nicht mehr biologisch sondern kulturell fundiert, weshalb sich viele Rassisten nicht mehr als solche bekennen. Zur konkreten Ausrichtung der Arbeit stellte Tobias Schlubach eine kurze Wahlanalyse der AfD im Kreis Düren vor und zeigte auf, in welchen Orten die Partei in der Vergangenheit besonders erfolgreich war. „Dort müssen wir dem absurden Bild des ‚Außenseiters aus der Mitte der Gesellschaft besonders entgegentreten“, forderte Schlubach.

Isecke neu im Sprecherkreis

Zum Abschluss der Vollversammlung wurde der Sprecherkreis nahezu vollständig wiedergewählt. Sowohl Saffet Akkes als auch Gunter Derichs, Jo Ecker, Emmanuel Ndahayo, Monika Ollig, Karl Panitz und Susanne Rössler wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu wählte die Versammlung Thomas Isecke in den Rat. Er löst Friedrich Ostenrath ab, dem Gunter Derichs herzlich für seine wohlüberlegten Ratschläge und bisherige tatkräftige Unterstützung dankte.

(heb)