Wassenberg-Effeld: 15 Raubkatzen-Babys halten die ganze Familie auf Trab

Wassenberg-Effeld : 15 Raubkatzen-Babys halten die ganze Familie auf Trab

Der Tier-Kindersegen erreichte die Effelder Familie Staas in diesem Jahr schon im Frühjahr. Ein Ozelot-Junges und vier Asiatische Leopardkatzen erblickten im Februar innerhalb von zwei Wochen das Licht der Welt.

Im eigenen Tiergarten und unter verschneiten Palmen füllte sich die Kinderstube bei den Effelder Raubkatzen-Liebhabern. Drei Monate später stellte sich weiterer Nachwuchs ein: Am 20. Mai gab es eine Geburt im Serval-Gehege. Fünf Tage später gebar Geparden-Weibchen „Somali” gleich drei Welpen. Am gleichen Tag auch Geburtstag im Ozelot-Gehege von einem Jungen. Knapp einen Monat weiter, am 11. Juni, erblickte ein weiterer Serval das Licht der Welt, gefolgt von vier Asiatischen Leopardkatzen, einen Tag später.

Insgesamt sorgen zurzeit 15 Katzenkinder im Hause Staas für „Vollbeschäftigung” rund um die Uhr. Heike Staas, im „Nebenberuf” Mutter und Hausfrau, musste die extreme Nachwuchs-Schwemme organisieren. Sie hat die Früh-, Spät- und Nachtschicht in der Betreuung und Versorgung der Katzenbabys übernommen. Die Nachmittagsschicht übernimmt Tochter Pia. Derweil kümmert sich Thomas Staas um den ganz normalen Alltag in den Raubkatzen-Gehegen, der wie gewohnt weitergeht.

Aufgrund seiner Popularität in zoologischen und Züchter-Kreisen reißen derzeit die Nachfragen nach dem Verbleib der jungen Raubkatzen nicht ab. Auch mehrere Fernsehteams haben in den ersten Wochen den turbulenten Alltag im Raubkatzen-Haushalt dokumentiert. Der ansonsten eher pressescheue Züchter hatte sich durch gute Erfahrungen mit den Fernsehleuten, unter anderem der Günter-Jauch-Produktionsfirma, „erweichen” lassen.

Besonders stolz ist man im Hause Staas auf eine andere Auszeichnung. „Als einziger Privatzüchter von Geparden sind wir vor kurzem in das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) aufgenommen worden, einem Projekt zur gezielten und koordinierten Zucht von in Zoos gehaltenen Tierarten des Europäischen Zooverbandes EAZA,” so Thomas Staas. „Das bedeutet, dass wir vom internationalen Zuchtbuchführer überprüft und für kompetent befunden worden sind.”

Für den Züchter aus Passion bedeutet dies quasi den Aufstieg in den Adelsrang. Informierte amtliche Stellen haben, wie man hört, bereits zu der Qualifizierung gratuliert. Dabei bleibt der Züchter aus Effeld in seiner Art bescheiden. Hier bestimmt auf absehbare Zeit das „wilde Wohnzimmer” weiterhin den Alltag.

Wer sich ein Bild davon machen möchte, wie es bei den Staas zugeht, sollte am Samstag, 2. Juli, um 19.15 Uhr den Privatsender VOX einschalten. Hier gibt es unter dem Namen „Wildes Wohnzimmer” einen Einblick in die Raubkatzen-Kinderstube bei Staas.

Im Mittelpunkt, steht neben den Katzenkindern Tochter Pia Staas. Einen öffentlichen Auftritt haben einige der jungen Raubkatzen auch beim Heinsberger Stadtfest: Thomas Staas wird am Sonntagnachmittag im Rahmen des Afrikafestes auf dem Rathausplatz zu Gast sein.