14 Millionen Euro in den Kreis Heinsberg

14 Millionen Euro in den Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg. Nach gut einem Jahr Strukturförderung im Kreis Heinsberg durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union zog NRW-Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold am Montag eine positive Zwischenbilanz.

„Trotz der nach wie vor schwierigen Beschäftigungslage ist der Strukturwandel in NRW auf einem guten Weg. Mit 14 Millionen Euro haben das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union seit Mitte 2001 Projekte im Kreis Heinsberg unterstützt.

Das Fördern der so genannten Ziel-2-Projekte hat damit in den Städten Wegberg, Wassenberg, Hückelhoven, Erkelenz, Heinsberg, Geilenkirchen und Übach-Palenberg insgesamt Investitionen von mehr als 106 Millionen Euro bewirkt.”

Bislang im Vordergrund stehen im Kreis Heinsberg Förderprojekte zur gewerblichen Entwicklung ehemals anderweitig genutzter Flächen.

Dazu gehören beispielsweise das Erschließen des Industrie- und Gewerbegebietes auf dem ehemaligen Akzo-Gelände in HeinsbergOberbruch und die Umnutzung der in Teilbereichen bereits seit fast zehn Jahren brachliegenden Selfkant-Kaserne in Geilenkirchen.

Von herausragender Bedeutung ist auch der weitere Ausbau des „Europäischen Bahnkompetenzzentrums” auf dem ehemaligen Militärflugplatz Wegberg-Wildenrath.

Daneben konnten im Kreis Heinsberg zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen mit Zuschüssen für ihre gewerblichen Investitionsvorhaben unterstützt werden.

Bereits innerhalb des ersten Jahres wurden mit dem Ziel-2-Förderprogramm in Nordrhein-Westfalen so fast 600 Projekte mit rund 270 Millionen Euro gefördert.

„Wenn diese Projekte kurz- bis mittelfristig ihre volle Wirkung entfalten, werden wir damit bis zu 50 000 neue Arbeitsplätze schaffen und vorhandene Jobs sichern”, stellte der sozialdemokratische Minister in Aussicht.

Im Frühjahr 2001 gab NRW-Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold den Startschuss für das NRW-EU-Ziel-2-Programm 2000-2006. Im Rahmen des Ziel-2-Programms stellt die EU insgesamt etwa eine Milliarde Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung” zur Verfügung.

Das Land stockt diesen Betrag um eine weitere Milliarde auf, so dass daraus das größte jemals aufgelegte nordrhein-westfälisch-europäische Strukturförderprogramm mit Fördergeldern in Höhe von 2 Milliarden Euro entsteht.

Die Fördermittel werden vor allem auf innovative Projekte konzentriert. „Und dies ausschließlich in den vom wirtschaftsstrukturellen Wandel hart betroffenen Regionen des Landes. Dabei wird nicht nach dem ,Gießkannenprinzip gefördert, sondern die regionalen Stärken werden gezielt ausgebaut”, erklärte der Minister das Programm.

Zu den Ziel-2-Fördergebieten des Landes gehören große Teile des Ruhrgebietes, Teile der Kreise Heinsberg, Unna, Wesel und des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie Teile der Städte Hamm, Ahlen, Hagen und Krefeld.