Kreis Düren: Aldenhoven hat die geringsten Mieten im Kreis

Kreis Düren: Aldenhoven hat die geringsten Mieten im Kreis

Im NRW-Vergleich sind die Wohnungsmieten im Kreis Düren verhältnismäßig gering. Das ergab der Wohnungsmarktreport NRW der Landesentwicklunsgesellschaft (LEG) - eine in dieser Art bislang einmalige Untersuchung der Wohnungsmärkte aller 864 Postleitzahlengebiete Nordrhein-Westfalens, die im Auftrag des Immobilienunternehmens durchgeführt wurde.

Eine leicht überdurchschnittliche Kaufkraft von 3436 Euro pro Monat und Haushalt trifft auf günstige Mieten von durchschnittlich nur 5,16 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Demnach müssen die Mieter im Kreis von ihrem Haushaltsbudget 17,8 Prozent für das Wohnen ausgeben.

Die Mietspanne beginnt in Aldenhoven bei ausgesprochen niedrigen 3,06 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Ähnlich niedrige Angebote findet man in NRW nur noch in einigen wenigen Teilen des Ruhrgebiets, wie etwa in Oberhausen oder Gelsenkirchen. In weiteren vier der insgesamt 18 Postleitzahlengebiete des Kreises betragen die Mieten für einfache Wohnungen deutlich unter vier Euro: in Nideggen, Vettweiß, Jülich und Linnich.

Aber auch anspruchsvolle Mieter wohnen im Kreis Düren verhältnismäßig günstig. Maximal 6,60 Euro bezahlen sie pro Quadratmeter und Monat für hochwertige Wohnungen in der Stadt Nideggen, am Tor zur Nordeifel.

Prognosen gehen davon aus, dass die Einwohnerzahlen des Kreises Düren in den kommenden 20 Jahren um knapp fünf Prozent zurückgehen werden. Gleichzeitig wird ein Anstieg der Haushaltszahlen um sieben Prozent die negativen Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt teilweise kompensieren. Das deutet auf eine künftige Zunahme von Einpersonenhaushalten hin.

Auffällig ist der hohe Leerstand im Kreis: Mehr als 4600 Wohnungen ergeben eine Leerstandsquote von vier Prozent. Einen Angebotsüberhang dürfte es vor allem bei einfacheren Wohnungen geben. Zwischen 2008 und 2009 gingen die Mieten nach Berechnungen der LEG dort um 1,8 Prozent zurück, während sie für gehobenere Lagen und Wohnungen um 1,1 Prozent zulegten.