Aachen: AKV ohne Ritter, aber mit neuem Regisseur

Aachen : AKV ohne Ritter, aber mit neuem Regisseur

Der Aachener Karnevalsverein (AKV) sucht noch den kommenden Ritter für die Fernsehsitzung am 3. Februar 2007 - und fand stattdessen einen neuen Regisseur.

Manfred Langner (48), seit 1994 Intendant am Grenzlandtheater Aachen, soll gemeinsam mit seinem Erfolgsregisseur Ulf Dietrich (u.a. „Blue Jeans”, „Diamonds”) den TV-Mann Claus Schmitz ablösen.

Der hatte in den vergangenen sechs Jahren die Aachener Sitzung zum Marktführer im Fernsehprogramm gemacht und einen Zuschauerschnitt zwischen fünf und sechs Millionen verbucht.

Auf spürbare Differenzen zwischen den Narren und dem freien Regisseur mag Schmitz nicht eingehen: „Das ist nicht meine Art.” Er räumt jedoch ein, „dass es zu zuletzt schwerer” geworden und ihm das Gefühl gekommen sei, „gegen Windmühlen zu kämpfen”.

In Abwesenheit von AKV-Präsident Dieter Bischoff zeigte sich Vizepräsident Ulrich Wellen gegenüber unserer Zeitung von der Entwicklung überrascht: „Da Kündigungen und Verträge über meinen Tisch gehen, müsste ich von einer Beschlusslage in dieser Frage wissen”, windet sich Wellen. Es gebe natürlich „Brainstorming und Diskussionen in dieser Frage”, aber es sei nach wie vor „alles offen”.

Fakt ist, dass der Programmausschuss des AKV nach einer Elferratssitzung Schmitz telefonisch den bevorstehenden Wechsel mitteilte und Langner die Regie bei der kommenden Fernsehsitzung antrug: „Man fragte mich, ob ich Interesse hätte”, so der Theatermann am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung.