Morschenich: Aktivsten ketten sich bei Polizeiaktion an einen Radlader

Morschenich: Aktivsten ketten sich bei Polizeiaktion an einen Radlader

Zwölf Braunkohlegegner sind am Mittwoch fest- oder in Gewahrsam genommen worden. Die Aktivisten hatten die Arbeiten von Polizei und Ordnungsamt im Hambacher Forst blockiert, indem sie einen Radlader und einen Traktor besetzten.

Einige Aktivisten ketteten sich sogar an den Fahrzeugen fest. Einer widersetzte sich einem Platzverweis. Am Mittwochmorgen waren Polizisten mit Mitarbeitern der Gemeinde Merzenich und Vertretern des RWE in das Waldgebiet bei Morschenich ausgerückt. Im Laufe des Tages wurden Aufbauten entfernt.

Polizei und Gemeinde sprachen von mehreren Störaktionen seitens der etwa 30 vermummten Personen, von Nötigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. „Auf der Wiese bei Morschenich ist das Camp der Tagebaugegner aktuell zulässig. Aber wir werden nicht zulassen, dass sie es ausdehnen“, sagte Bürgermeister Peter Harzheim. In der vergangenen Woche war eine Begehung des Ordnungsamtes frühzeitig beendet worden, weil sich Mitarbeiter und Polizei von den Aktivisten bedroht sahen.

Am Mittwoch nun ist das Ordnungsamt in Begleitung von einem größeren Polizeiaufgebot erneut in den Wald gegangen, um sich ein Bild von der Situation zu machen und den Hinweisen über illegale Aufbauten und Gefahrenstellen nachzugehen. „In einem solchen Fall müssen wir als Ordnungsbehörde einschreiten“, betonte Harzheim. Die Gemeinde wolle nicht, dass sich die Aktivisten im Wald einrichten, wie es vor der Räumungsaktion im November 2012 auf Kerpener Gebiet der Fall war. Für das Wochenende haben die Aktivisten eine Wiederbesetzung angekündigt.

(smb)
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