Ausstellung zum "Hyperrealismus“ im La Boverie Museum in Lüttich

Vorankündigung : Ausstellung zum „Hyperrealismus“ im La Boverie Museum in Lüttich

Der „Hyperrealismus“ ist eine Kunstrichtung, die in den 70er Jahren in den Vereinigten Staaten entstand. Der Abstraktion den Rücken kehren und versuchen eine detailgetreue Wiedergabe der Natur zu erreichen, bis hin zu dem Punkt, an dem die Betrachter sich fragen, ob sie es mit einem echten Körper zu tun haben.

Der hyperrealistische Künstler erschafft ein manchmal amüsantes, manchmal verstörendes, aber immer bedeutungsvolles Kunstwerk.

Mit einer Auswahl von rund fünfzig hyperrealistischen Skulpturen der bedeutendsten Namen in der zeitgenössischen Kunst (George Segal, Ron Mueck, Maurizio Cattelan, Berlinde De Bruyckere, Duane Hanson, John De Andrea…) widerspiegelt die Ausstellung "Hyperrealism Sculpture. Ceci n’est pas un corps" die Entwicklung der menschlichen Gestalt in den Skulpturen der 70er Jahre bis heute.

La Boverie ist der neue Kunstpalast in Lüttich und beherbergt hochkarätige Ausstellungen sowie eine sehenswerte Sammlung schöner Künste. Foto: Ville de Liège/© Marc Verpoorten

Der Titel der Ausstellung, übrigens eine Anlehnung an Magritte und dessen berühmte Pfeife, ist nicht unschuldiger als der seine. „Was ist Kunst?“, scheint der Künstler den Betrachter seines Gemäldes zu fragen. So detailliert und so perfekt wie möglich die Konturen und Texturen in die Wirklichkeit übertragen sind, was ist ihre Umsetzung auf der Leinwand, wenn nicht die Illusion dieses Echten? Als ob dem Künstler jedes Mal, wenn er näher an das Echte herankäme, dieses wieder entwischte. Und noch grundlegender, funktioniert Kunst als Verbildlichung der Wirklichkeit? Die Stadt Lüttich und La Boverie ergriffen die einzigartige Chance, diese Ausstellung in ihren Kalender aufzunehmen.

(pr)