Traumhaft schöne Spiel- und Lernparadiese

Zeitgemäße KiTas : Traumhaft schöne Spiel- und Lernparadiese

Selbstverständlich nutzten die Kinder der Baesweiler Kindertagesstätte „Kleine Forscher“ an der Ringstraße in den vergangenen Monaten ihre Logenplätze, um hautnah zu verfolgen, wie ihre Einrichtung sich baulich verdoppelte. Bagger, Laster, Kräne und mehr in Aktion: Das fasziniert den Nachwuchs.

„Die pädagogische Begleitung ging da phasenweise verstärkt in Richtung Sachkunde“, schmunzelt Kita-Leiterin Regina Brouers, die mit ihrem Team turbulente Zeiten hinter sich hat und nun zunehmend Grund zur Freude. Dass die Kita um vier auf gleich acht feste Gruppen wächst, und das als Erweiterung des gerade mal zehn Jahre alten Bestands, ist schon eine Hausnummer – vor allem im laufenden Kita-Betrieb.

Kitaplätze weiter ausbauen

Das spricht für die stark gewachsene Nachfrage in Sachen Kindertagesbetreuung bei der StädteRegion Aachen. In vier Kommunen ohne eigenes Jugendamt muss sie dafür Sorge tragen, dass die gesetzlichen Ansprüche auf Kinderbetreuung erfüllt werden. Das derzeitige Ausbauprogramm ist unmittelbar auf den Boom der Neubaugebiete in Baesweiler, Simmerath, Roetgen und Monschau zurückzuführen, bestätigt Alexander Franzen, Arbeitsgruppenleiter der Kindertagesbetreuung bei der StädteRegion Aachen.

Es geht aber selbstverständlich nicht rein um die Bauwerke, in denen es fraglos traumhaft schöne Spielgelegenheiten und andere, schier unerschöpfliche Möglichkeiten gibt, sich als Kind zu entwickeln. Denn die Kleinen werden von den pädagogischen und therapeutischen Fachkräften bestens betreut.

Foto: Stephan Tribbels

Selbstverständlich wird bei der erweiterten Kita „Kleine Forscher“ auch an die Jüngsten gedacht und an Kinder, die gesundheitlich eingeschränkt sind. „Dafür haben wir jetzt auch einen neuen Therapieraum“, so Regina Brouers. Sie und ihr 21-köpfiges Team begleiten alle Kinder der Einrichtung ein Stück ihres noch jungen Lebens mit Begeisterung. Wenn die Kinder im Laufe der Zeit ihre Stärken und Persönlichkeiten entwickeln und auch das respektvolle Miteinander gedeiht, sind eigentlich schon die wesentlichsten Ziele erreicht.

Regina Brouers freut sich jeden Tag auf „ihre Kinder“, wobei man gar nicht merkt, dass es so viele sind wie die aktuelle Meldeliste anzeigt. Der großzügig dimensionierte Bau und das weitläufige Gelände tragen sicher zu diesem insgesamt entspannten Raumgefühl für Klein und Groß bei – und das pädagogische Konzept, das sich „teiloffen“ nennt. In unmittelbarer Nachbarschaft der eigenen Kita-Gruppe gibt es aber Nebenräume mit wechselnden Angeboten: „Kinder, die Lust auf das zusätzliche Angebot haben, können den Raum wechseln. Sie hinterlassen dann eine Nachricht, damit die Betreuerinnen sie auch wiederfinden können“, sagt Regina Brouers.

Foto: Stephan Tribbels

Am liebsten draußen

Spielt das Wetter mit, läuft alles ein bisschen anders, denn fast alle Kinder spielen lieber draußen. Dabei wird geklettert, geschaukelt, mit Wasser gematscht und und und. Die mit der Erweiterung ebenfalls gewachsene Außenanlage zieht mit ihren Verlockungen einfach magisch an. Große Flächen sind bei sommerlichem Sonnenschein selbstverständlich beschattet. Mit dem Wegfall der zwei schicken Module, die übergangsweise als Gruppenräume dienten, wird der Außenbereich nochmal interessanter. So gibt es eine eigene Spur für Bobbycars. Ein bisschen vermissen wird Regina Brouers die erwähnten Module: „Die waren nämlich wirklich super ausgestattet und keinesfalls nur Behelf“, lobt sie die Verantwortlichen bei der StädteRegion Aachen. Vor dem Ausbau fragen die Planer, was sich die Kindergärtnerinnen in puncto Ausstattung wünschen, und vieles davon wird realisiert.

Foto: Stephan Tribbels

Die StädteRegion sei „ein wirklich toller Arbeitgeber“, würdigt die Leiterin nicht zuletzt die Weiterbildungsmöglichkeiten inklusive mehrtätiger Seminare für alle Leiterinnen und deren Stellvertreterinnen. Ja, hier hängen tatsächlich lediglich „-innen“ an den Positionen, da Männer in der Kindergartenwelt weiterhin Mangelware sind. Es gibt zwar welche. „Aber viel zu wenige. Dabei würde das auch pädagogisch Sinn machen“, glaubt Regina Brouers. Sie setzt zudem darauf, dass der anhaltende Fachkräftemangel im Bereich der Kindertagesbetreuung durch mehr männliche Bewerber besser aufgefangen werden kann. Praktikanten sind selbstverständlich willkommen. „Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen“, betont Regina Brouers.

Die StädteRegion Aachen bleibt sehr aktiv, was den Kita-Ausbau betrifft. So hat auch das laufende Ausbauprogramm in der Kita Simmerath Fahrt aufgenommen. Vor gut zweieinhalb Jahren hat die Einrichtung am Eichenweg ihren Betrieb aufgenommen. Ein weiteres Kita-Schmuckstück entsteht gerade am Brüsseler Ring – mitten im neuen Baesweiler Baugebiet Südwest, dem „Europaviertel“. Zunächst viergruppig, aber ein möglicher Anbau ist schon berücksichtigt.

Die letzte derzeit projektierte Maßnahme im Ausbauprogramm ist die Kita Roetgen, die um 2023 fertiggestellt wird. „Alle vier Jugendamtskommunen profitieren gleichermaßen vom Ausbau. Auch Einrichtungen in freier Trägerschaft sind dabei“, betont Alexander Franzen. Mit der Umsetzung des Ausbauprogramms wird der Rechtsanspruch nach wie vor ortsnah erfüllt. Und dies in der StädteRegion Aachen – auch weil man schon früh die Zeichen der Zeit erkannt hat – ohne Wartelisten!

(pr)