Kreis Heinsberg: Adventstreffen: Landfrauen mischen sich ein und ziehen Bilanz

Kreis Heinsberg: Adventstreffen: Landfrauen mischen sich ein und ziehen Bilanz

Frauen aus verschiedenen Ländern stellten beim Treffen im Advent im dicht besetzten Saal Sodekamp/Dohmen in Hilfarth die Weihnachtsbräuche ihrer Heimat vor.

Die Frauen kamen aus Frankreich, Burundi, Kenia, Japan und Russland. Aufmerksam hörten ihnen die Landfrauen im Saal zu und erfuhren so manches Interessante, von „keinen Geschenken“, „keinem Heiligabend“ oder von Weihnachten, das „mit „Krach gefeiert“ wird. Die Damen aus den verschiedenen Ländern wohnen allesamt im Kreisgebiet, und ihnen zuzuhören war für alle sehr interessant.

Zu Beginn der beiden vorweihnachtlichen Treffen der Bereiche Erkelenz und Heinsberg hatte Ulrike Kamp als Vorsitzende des Rheinischen Landfrauenverbandes (RhLV), Kreisverband Heinsberg, die vielen Landfrauen und Ehrengäste aus dem Erkelenzer und Heinsberger Bereich begrüßt. Sie ging auf ein Jahr intensiver Landfrauenarbeit ein mit traditionellen Veranstaltungen aber auch mit viel Neuem. So habe man es mit Hilfe vieler Landfrauen geschafft, ein neues Obstkochbuch herauszugeben, das sich sehr gut verkaufe. Auch die neue Gestaltung des Jahresveranstaltungskalenders mit chronologisch aufgeführtem Programm fand Erwähnung.

Als besonderen Höhepunkt dieses Jahres erwähnte die Kreisvorsitzende die Teilnahme am bundesweiten Landfrauenprojekt „Landfrauen mischen sich ein“. In Deutschland hatte es 250 Veranstaltungen mit etwa 120.000 Teilnehmerinnen gegeben.

Im Kreis Heinsberg habe man mit den Ortsvorständen beschlossen, etwas für die Flüchtlinge in den Gemeinden tun zu wollen. Sie aus ihrem Alltag herauszuholen und ihnen schöne Stunden zu bereiten, seien die Zielsetzungen gewesen. Zusammen mit Verbündeten habe man in fünf gelungenen Veranstaltungen die Ideen umgesetzt. Diese Aktionen hätten dem Verband viel Aufmerksamkeit beschert, sagte Ulrike Kamp. Einen weiteren Willkommensgruß richtete die Vorsitzende an die Adresse jener „tollen Menschen, die sich schon lange und immer wieder, oft täglich, für Flüchtlinge einsetzen“.

In diesem Zusammenhang verwies Ulrike Kamp auf einen Verkaufsstand von Anna Portz, die ein Buch über ihre Flucht im Krieg geschrieben hat und den Erlös vom Verkauf ihres Buches für Lernmaterialien für Flüchtlingskinder spenden will. Vor den Landfrauen aus dem Heinsberger Bereich las Anna Portz aus ihrem Buch „Die alte Truhe“, das von ihrer Flucht vor 70 Jahren handelt. Über das diesjährige Spendenprojekt „Flüchtlingshilfe heute“ berichtete Bärbel Windelen.

Mit Sketchen, Tänzen und Theaterstücken stimmten die Landfrauen die vielen Gäste im Saal auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Auch der Kinderchor aus Schwanenberg und das Jugendorchester unter der Leitung von Achim Tholen unterhielten die Landfrauen.

Ein Grußwort sprach auch die neue Geschäftsführerin Katharina Schmitz, die zum ersten Mal bei den „Treffen im Advent“ weilte. Schlussworte sprach die zweite Vorsitzende im RhLV-Kreisverband Heinsberg, Hildegard Schiffers, und stellte fest: „Ein Jahr neigt sich dem Ende zu. Was bleibt, sind viele offene Fragen. Aber der Mensch neigt dazu, sich Hoffnung zu bewahren. Nutzen wir die Zeit, um im Kreise unserer Familien schöne und besinnliche Weihnachten zu genießen.“