Kreis Heinsberg: ABC-Zug: Zwei neue Fahrzeuge für den Fall der Fälle

Kreis Heinsberg: ABC-Zug: Zwei neue Fahrzeuge für den Fall der Fälle

Die Feuerwehr im Kreis Heinsberg und die Katastrophenschutzeinheiten können sich über zwei neue, leistungsfähige Einsatzfahrzeuge freuen, die von Landrat Stephan Pusch im Beisein von Kreisbrandmeister Klaus Bodden und Mitarbeitern des Kreisordnungsamtes übergeben wurden.

Der ABC-Zug Kreis Heinsberg freut sich über einen neuen Einsatzleitwagen (ELW 1), der zur Führung und Koordination der taktischen Einheiten verwendet wird und im Einsatzfall als Schnittstelle zur Leitstelle und zur örtlichen Einsatzleitung dient. Es ist vielseitig einsetzbar als Fahrzeug für die Einsatzleitung wie auch als Führungsmittel bei Großeinsätzen und ABC-Gefahrenlagen. Kreisbrandmeister Klaus Bodden: „Das Fahrzeug unterstützt nun die Arbeit des ABC-Zuges im Kreis Heinsberg bei seinen geforderten Aufgaben auf Kreisebene und aufgrund seiner Einbindung in diverse Schutzkonzepte auf Bezirks- und Landesebene.“ Die Kosten von rund 112 000 Euro trägt der Kreis Heinsberg. Zugführer Sven Lange und sein Stellvertreter Jochen Hendrikx von der ABC-Einheit der Feuerwehr zeigten sich sehr erfreut über das moderne und leistungsfähige Fahrzeug.

Die von den Maltesern gestellte Einsatzeinheit 04 im Katastrophenschutz des Kreises Heinsberg verfügt nun über einen neuen Gerätewagen für den Sanitätsdienst (GW-San). Er wird primär zum Einsatz kommen bei Massenanfall von Verletzten (MANV), so etwa zur personellen und materiellen Unterstützung bei der Errichtung von Patientenablagen bei Unfällen mit einer Verletztenanzahl von bis zu 25 Personen. Ebenfalls ist er einsetzbar zur Einrichtung eines Behandlungsplatzes 50 beziehungsweise eines Betreuungsplatzes 500, vor allem bei überregional zu bewältigenden Einsätzen, wie etwa bei der Hochwasserkatastrophe 2013 in Ostdeutschland. Die Anschaffungskosten dieses Fahrzeuges wurden vom Bund getragen.Wichtig ist dem Leiter der Einsatzdienste des MHD im Kreis Heinsberg, Marco J. Milde, und dem Zugführer der Einsatzeinheit, Ingo Horn, die Tatsache, dass ein Fahrzeug auf dem neuesten Stand in Reihen der Einheit zu finden ist: „Dieses Fahrzeug bietet alles vom normalen Rettungs- und Sanitätsmaterial bis hin zu Sauerstoff zur Beatmung, aufblasbaren Zelten, Notstromaggregaten und Beleuchtungsmitteln zur Ausleuchtung von Einsatzorten.“

Landrat Stephan Pusch hob hervor, dass vom Kreis sehr vieles für den Katastrophenfall getan werde, immer in der Hoffnung, dass dieser niemals eintreten möge. Der Landrat weiter: „Wir versuchen, für den Fall der Fälle bestmöglich ausgebildet und ausgestattet zu sein.“

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