Kreis Heinsberg: 18 Teilnehmer üben sich im Lach-Yoga

Kreis Heinsberg: 18 Teilnehmer üben sich im Lach-Yoga

Es ist wahrlich kein alltägliches Seminar gewesen: „Zauberformel Lachen - ein Vormittag voll Humor und Entspannung” lautet der Titel der Veranstaltung rund um die Gesundheit und die wohl preiswerteste „Medizin”: das Lachen.

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Helga Neidhardt, Yoga-Lehrerin sowie Diplom-Gesundheits- und Lebensberaterin aus Lövenich, ist der Einladung von Erika Radtke und Traudel Reissmüller von der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen „Treffpunkt” in Übach-Palenberg, einer Einrichtung des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, gefolgt.

Insgesamt 18 Teilnehmer von den Kontakt- und Beratungsstellen in Erkelenz, Heinsberg und Geilenkirchen waren gekommen, um zu lachen und dabei die eigene Krankheit zu vergessen. So kreierten sie einen Lachmix, indem sie einen imaginären Becher mit all dem füllten, was sie mögen. Anschließend wurde noch kräftig geschüttelt und dann der imaginäre Trunk unter erst gekünsteltem, dann herzhaftem Lachen aufgenommen.

Nach und nach wurden die Teilnehmer immer gelöster, entspannter und fröhlicher. Und genau das war es, worum es Helga Neidhardt ging. „Sobald man über etwas lachen oder schmunzeln kann, betrachtet man es von einer anderen Warte aus”, sagte sie. Lachen löse Muskelverkrampfungen, entspanne die Organe, aktiviere die innere Atmung und führe zu seelischer und körperlicher Gesundheit.

Dass es ein besonderer Morgen werden würde, darauf verwies bereits Erika Radtke in ihrer Begrüßung. „Es geht heute beim Lachen nicht darum, sich zu vergnügen, sondern mit dem Lach-Yoga etwas für die Gesundheit zu tun”, so Helga Neidhardt. Humortherapeuten in Japan würden ihren Patienten verschreiben, täglich zehn Minuten ein Essstäbchen quer mit den Lippen zu halten, erzählte sie weiter. Dadurch werde die Gesichtsmuskulatur entspannt, und das Gehirn produziere Glückshormone. Auch die Gelotologie, die Wissenschaft vom Lachen, habe festgestellt, wie wichtig das Lachen für das körperliche und geistige Wohlbefinden sei.

„Humor lässt sich erlernen”, so Helga Neidhardt. Zunächst lockerte sie die Runde mit einem Luftballontanz auf. Und forderte die Teilnehmer auf, den „Kritiker in ihnen” für diesen Vormittag bewusst wegzuschicken, um sich voll und ganz auf das Lach-Yoga einlassen zu können. Dann zeigte sie ihnen eine Übung, um neue frische Energie aufzunehmen. Bei einer Zwischenübung mussten die Teilnehmer aufeinander zugehen und sich begrüßen. Kurz darauf formten sie mit beiden Händen jeweils ein Handy und spazierten so, als ob sie telefonieren würden, durch den Raum.

In einem nächsten Schritt mutierten sie zu dicken Nikoläusen, die mit „hoho, haha” und Augenkontakt zu den anderen umher marschierten. Dann fand eine imaginäre Schneeballschlacht statt. Und anschließend trippelte jeder wie ein Pinguin umher. Daneben lernten die Teilnehmer ihrem Gegenüber eine Lachdusche zu verpassen. Zum Lach-Yoga gehörten auch Gedanken über das, was man als Kind gerne gespielt hat und was man heute gerne macht, Verwöhnspiele und Jonglieren mit Bällen sowie weitere meditative Übungen. Und am Ende wurde nur noch gelacht.

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