Statt Stadtmeisterschaften: 1. Eschweiler Tennis Open feiern Premiere

Statt Stadtmeisterschaften : 1. Eschweiler Tennis Open feiern Premiere

Eine Tür ist bis auf weiteres geschlossen, zwei andere Türen öffnen sich: Die Tennis-Stadtmeisterschaften, die im vergangenen Jahr noch einmal auf der Anlage der ESG in Bergrath ausgetragen wurden, gehören der Geschichte an. Anstelle der Stadttitelkämpfe richten die beiden indestädtischen Tennisvereine ESG und Blau-Gelb unabhängig voneinander zwei sogenannte offene Leistungsklassenturniere aus.

Seit vergangenen Samstag laufen bei der ESG die 1. Eschweiler Open, die mit dem Finaltag am Sonntag, 14. Juli, ihren Abschluss finden. Mehr als nahtlos geht es mit der Premiere der „Blausteinsee-Open“ des TC Blau-Gelb auf der Anlage in Dürwiß weiter. Dort erfolgt der erste Aufschlag am Samstag, 13. Juli. Zwei Wochen später, am Samstag, 27. Juli, werden die Turniersieger ermittelt.

Neue Anreize

„Das Interesse, an den Eschweiler Tennisstadtmeisterschaften teilzunehmen, nahm bei den Aktiven in den zurückliegenden Jahren mehr und mehr ab“, stellt Gerd Lüttgen realistisch fest. „Vielleicht waren die Verantwortlichen beider Vereine auch nicht wendig genug, um Anreize zu schaffen“, ist der Sportwart der ESG-Tennis keinesfalls frei von Selbstkritik. Doch nun richtet sich der Blick nach vorne. „Leistungsklassenturniere“, bei denen vor allem Ranglistenpunkte zu gewinnen sind, lautet das Zauberwort, das offenbar anziehend wirkt.

Denn die Organisatoren der „1. Eschweiler Open“ um Kamal Borki konnten in den sechs Kategorien Damen, Juniorinnen (U18), Herren, Herren 40, Herren 50 und Junioren (U18) insgesamt 127 Meldungen registrieren. Vor allem das Herrenfeld mit 49 Meldungen ist quantitativ und qualitativ stark besetzt. Der an Nummer eins gesetzte Martin Cornelius von der TG Rot-Weiß Düren ist momentan in Leistungsklasse 7 eingeteilt und stellt sich in den kommenden Tagen der Herausforderung durch Spieler der beiden Eschweiler Tennisclubs, aber auch von Athleten aus unter anderem Aachen, Stolberg, Heinsberg, Frechen und Rheinbach.

Mindestens zwei Spiele

Ein Grund für das durchaus vorhandene Interesse der Spieler ist der Modus, der allen Teilnehmern mindestens zwei Spiele verspricht. Denn die Unterlegenen der ersten Runde tragen in allen Kategorien eine Nebenrunde, also quasi ein eigenes Turnier, bei dem ebenfalls Ranglistenpunkte zu gewinnen sind, aus. Auf der anderen Seite stehen ausschließlich Konkurrenzen im Einzel auf dem Programm. Doppel- und Mixed-Wettbewerbe werden nicht ausgetragen.

„Nach dem Abschluss der ersten Eschweiler Open werden wir schauen, ob das Konzept Zukunft hat und was wir verbessern können. Momentan sieht es aber nicht danach aus, dass in der nahen Zukunft Tennis-Stadtmeisterschaften in Eschweiler ausgetragen werden“, so Gerd Lüttgen, der deutlich macht, dass die ersten Tage des Leistungsklassenturniers der ESG sehr zufriedenstellend gelaufen seien.