Aachen - Wie ein Zug Aachens wichtigsten Kreisverkehr blockierte

Wie ein Zug Aachens wichtigsten Kreisverkehr blockierte

Von: Marc Heckert
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Wie ein Korken in der Flasche steckte dieser über 40 Meter lange Schwertransport in der Zufahrt zum Europaplatz. Später wurde er auf der äußeren Spur abgestellt. Foto: Marc Heckert
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Wie ein Korken in der Flasche steckte dieser über 40 Meter lange Schwertransport in der Zufahrt zum Europaplatz. Später wurde er auf der äußeren Spur abgestellt. Foto: Marc Heckert
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Wie ein Korken in der Flasche steckte dieser über 40 Meter lange Schwertransport in der Zufahrt zum Europaplatz. Später wurde er auf der äußeren Spur abgestellt. Foto: Marc Heckert
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Wie ein Korken in der Flasche steckte dieser über 40 Meter lange Schwertransport in der Zufahrt zum Europaplatz. Später wurde er auf der äußeren Spur abgestellt. Das Bild machte unser Leser Marc Fischer.
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Wie ein Korken in der Flasche steckte dieser über 40 Meter lange Schwertransport in der Zufahrt zum Europaplatz. Später wurde er auf der äußeren Spur abgestellt. Foto: Marc Heckert

Aachen. An Aachens wichtigstem Verkehrsknotenpunkt ging am Donnerstagmorgen nichts mehr: Am Europaplatz hatte sich ein Schwertransporter mit einem Eisenbahnfahrzeug in den Leitplanken zwischen der Autobahn 544 und dem Kreisverkehr festgefahren. Die Autobahn musste in Richtung Innenstadt zeitweise gesperrt werden. Erst gegen 11 Uhr konnte der Transport den Kreisel verlassen.

Um 4.45 Uhr geriet der mehr als 40 Meter lange Lastwagen, der mit dem Bahnfahrzeug zur Schienenreparatur von Polen aus unterwegs nach Belgien war, in seine prekäre Lage: Er war schlicht zu lang und breit für die recht scharfe Rechtskurve an der Zufahrt zum Kreisel.

Erst gegen 5.30 Uhr konnte er aus der Engstelle geleitet werden. Da nicht klar war, welche Route der Koloss am besten nehmen sollte, wurde er zunächst - von Polizeifahrzeugen gesichert - auf der äußeren Spur des Kreisverkehrs abgestellt.

Es kam im morgendlichen Berufsverkehr zu starken Behinderungen an Aachens wichtigster Autobahnzufahrt in Richtung Köln/Düsseldorf. Der Verkehr musste zeitweise über die Autobahnabfahrt Rothe Erde geleitet werden. Die Polizei empfahl Verkehrsteilnehmern, den Europaplatz weiträumig zu umfahren.

Wie der für Schwertransporte zuständige Einsatzleiter der Aachener Polizei, Hauptkommissar Günter Kaulen, vor Ort erklärte, hätte der Transporter gar nicht diese Route nehmen dürfen. Das mit seiner Ladung rund 115 Tonnen schwere Fahrzeug war unter anderem bei Rothe Erde über Haarbachtalbrücke an der A544 gefahren, die nur für 40 Tonnen zugelassen ist.

Diese Route war allerdings vom Straßenverkehrsamt eines Landkreises in Schleswig-Holstein so genehmigt worden, das Transportunternehmen treffe wohl keine Schuld. Die Behörden der Städteregion Aachen seien dazu nicht gehört worden - „sonst hätten wir mit Sicherheit diese Streckenführung nicht genehmigt“.

Gegen 11 Uhr hatten die Einsatzkräfte entschieden, wie der Koloss aus dem Knotenpunkt zu entfernen sei. Der Transporter setzte sich vorsichtig wieder in Bewegung - und verließ den Kreisel über die Joseph-von-Görres-Straße. Von dort aus ging es über die Lütticher Straße weiter in Richtung belgischer Grenze.

Wie ein Sprecher der Städteregion ankündigte, soll nun der Landesbetrieb Straßenbau beauftragt werden, die Brücke auf eventuelle Schäden hin zu überprüfen. Entschädigungsansprüche würden geprüft.

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