Düren - Videoaufnahmen von Amateurfußballspielen? Besser vorher absichern!

Videoaufnahmen von Amateurfußballspielen? Besser vorher absichern!

Von: lb
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Bewegtbildaufnahmen von Amateurfußballspielen werden immer beliebter. Die Videos verbreiten sich anschließend rasend schnell im Internet. Foto: Archiv/Nückel

Düren. Was im Profifußball seit Jahrzehnten gang und gäbe ist, erobert in den vergangenen Jahren auch immer mehr den Amateursport. Ob als Zuschauer oder als Spieler auf dem Platz – jeder muss heutzutage damit rechnen, von einer Kamera „erfasst“ zu werden.

Die Bewegtbilder werden – zumeist live – über diverse Kanäle wie Facebook, Youtube oder auch über FuPa.net, dem Amateurfußballportal unserer Zeitung, ins Internet übertragen. Dass dabei bestimmte Regeln eingehalten werden müssen, ist den wenigsten bekannt. Denn nicht jeder „Regisseur“ darf auch auf dem Platz seines Heimatklubs einfach mit der Kamera draufhalten, Persönlichkeitsrechte müssen dabei beachtet werden.

„Wer ist nicht stolz, sein Tor oder eine tolle Torwart-Parade nochmal im Video sehen zu können und dafür viele Likes zu bekommen? Außerdem haben Vereine so die Möglichkeit, sich attraktiv zu präsentieren“, begrüßt Johanna Sandvoß, zuständiges FVM-Präsidiumsmitglied für Medien, Kommunikation und Marketing, die neue Art der Berichterstattung über den Amateurfußball.

Gleichzeitig stellt sie aber auch klar, dass jeder mit den Aufnahmen einverstanden sein muss, denn sonst gibt „es nachher Ärger, den keiner will und braucht“. Um sicherzustellen, dass die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten gewahrt werden, hat der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) gemeinsam mit FuPa.net sowie den Fußballkreisen und weiteren Bewegtbildanbietern Mindeststandards festgelegt. Die Einhaltung dieser Regeln ist Voraussetzung für die Anfertigung und Veröffentlichung von Videos bei allen Spielen, die im Spielbetrieb des FVM und seinen Kreisen organisiert werden.

„Diese Regeln gelten für alle, also auch für Privatpersonen, die am Platz einfach mit ihrem Handy filmen wollen“, verdeutlicht FVM-Pressesprecherin Ellen Bertke und fügt hinzu: „Nicht nur die Redakteure der diversen Bewegtbildanbieter müssen sich an diese Regeln halten.“

Einwilligung einholen

Auch Vereine, die für Analysezwecke Filmaufnahmen von ihren Spielen anfertigen, sind ebenfalls in der Pflicht, sich an die Mindeststandards zu halten, um die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten zu schützen. Für Kinder und Jugendliche gelten dabei besondere Regelungen. So muss bei unter 16-Jährigen auch die Einwilligung der Eltern eingeholt werden.

Grundsätzlich betonen die Verantwortlichen im FVM aber, dass sie die Videoberichterstattung begrüßen, wenn alle Akteure einverstanden sind und die Zuschauer informiert wurden. Als Grundsatz gilt dabei: Ein Nein ist ein Nein. „Dann darf auch nicht gefilmt werden“, stellt Bertke klar.

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