Zwischen Block und Abwehr muss es stimmen

Von: Franz Sistemich
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Und hoch die Hände: Wenn am Dienstag der SCC Berlin in der Arena antritt, sind Ilja Wiederschein und Malte Holschen auch im Block gefordert. Foto: Conny Kurth

Düren. Es sprach der Trainer: „Mit einigen Elementen war ich sehr zufrieden, mit anderen dagegen überhaupt nicht”, sagte Sven Anton. Fernab vom karnevalistischen Treiben in der Kreisstadt hatte der Coach des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren seine Schützlinge zum Testspiel nach Belgien gebeten.

Es endete am Donnerstag mit einer Niederlage: Beim belgischen Erstligisten Aquacare Halen gab es ein 1:4 nach Sätzen.

Die Gründe für die Niederlage lagen auf der Hand: Die Abstimmung zwischen Block und Feldabwehr stimmte nicht. Und außerdem verbreiteten die Dürener mit ihren Aufschlägen keinen Schrecken: „Die Qualität unserer Aufschläge ließ zu wünschen übrig. Sie waren nicht druckvoll genug”, monierte der Coach und dachte an das nächste Meisterschaftsspiel. Das findet am Karnevalsdienstag um 20.15 Uhr in der Arena Kreis Düren statt. Gegner ist der Tabellenführer. Der heißt SC Charlottenburg Berlin und ist Primus trotz der Heimniederlage gegen Generali Haching geblieben.

Die Stärke der Berliner liegt im ersten Tempo: „Wenn Zuspieler Jaroslav Skach Markus Böhme einsetzen kann, bekommst du Probleme”, hat Anton erkannt. Im Gegensatz zu Friedrichshafens Joao José, der den Angriff über die Mitte mehr mit Köpfchen abschließt, packt Böhme auch wegen seiner Größe die brachiale Gewalt aus.

Also muss Evivo mit seinen Aufschlägen so viel Druck ausüben, dass Skach über die Position 2 oder 4 angreifen muss: „Und deshalb werden wir in den verbleibenden vier Tagen noch sehr Intensiv an der Abstimmung Block - Feldabwehr und an unseren Aufschlägen arbeiten”, kündigte Anton für die täglichen Trainingseinheiten an den Karnevalstagen an. Schließlich wird es wichtig sein, dass die Feldabwehr das SSC-Spiel schnell erkennt und die Lücken, die der Dürener Block bewusst oder unfreiwillig lässt, effektiv schließt.

Trotz Niederlage und Kritikpunkten hatte Anton aber auch positive Aspekte entdeckt. Das Zuspiel zwischen Steller und Mittelblockern funktionierte. In den beiden ersten Sätzen, die beide zu 23 wegen der nicht druckvollen Aufschläge verloren gegangen waren, hatte Anton Ilja Wiederschein stellen lassen, in den folgenden Sätzen Sebastian Kühner auf das Feld geschickt. Weil der Coach in Absatz 3 einige Veränderungen in der Startformation vorgenommen hatte, fehlte es den Spieler auf dem Feld noch an der Feinabstimmung.

Deshalb ging dieser Satz verloren. Abschnitt 4 stellte dann eine ergebnismäßig positive Angelegenheit für die Deutschen dar, ehe der letzte Satz wieder an die Hausherren ging: „Halen war schon ein starker Gegner”, befand Sven Anton und verwies darauf, dass die Gastgeber den Moerser SC aus dem europäischen Wettbewerb geworfen hatten.
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