Wieder gibt es ein 0:3 für die Powervolleys

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
14093860.jpg
Chancenlos: Die United Volleys Rhein-Main um den Ex-Dürener Christian Dünnes (links) sind zu stark für die Powervolleys. Foto: imago/Schulz

Düren/Frankfurt. Die wichtigste Frage dieses Volleyball-Wochenendes war schon geklärt, bevor die SWD Powervolleys Düren im Bundesliga-Spitzenspiel bei den United Volleys in Frankfurt den ersten Ball geschlagen hatten. Weil Tabellenführer Friedrichshafen am Samstagabend in Lüneburg gewonnen hatte, war Platz vier als Ausgangsbasis für die Play-offs schon sicher.

Wie im vergangenen Jahr trifft Düren im Viertelfinale ab dem 18. März auf Lüneburg, hat diesmal aber den Heimvorteil auf seiner Seite.

Geholfen hat das den Dürenern am Sonntag in Frankfurt kein bisschen. Die Bilanz gegen die Mannschaft um den ehemaligen Dürener Christian Dünnes bleibt stockdüster für die Powervolleys. Mit 0:3 endete die Partie aus Dürener Sicht, 23:25, 11:25, 22:25 lauteten die Sätze. Standesgemäß mag man sagen, noch nie lautete das Resultat anders als 0:3. Aus Sicht der Frankfurter hat sich Düren in bisher vier Partien maximal als netter Sparringspartner erwiesen.

Folgenreiche Fehler

Die Annahme, also das Verarbeiten der gegnerischen Aufschläge, funktionierte Ende des ersten und im gesamten zweiten Satz nicht auf einem Niveau, das dem Anspruch auf höhere Weihen genügt. In Satz zwei klappte zudem auch nichts anderes mehr. Die Folge: ein brutaler Abschuss. „Wir hatten die Chance, das Spiel ganz anders zu gestalten. Wir nutzen sie am Ende von Satz eins nicht, sondern machen einen oder zwei Fehler“, fasste der sportliche Leiter Goswin Caro zusammen. Fehler, die folgenreich waren.

Denn zunächst war Tommi Tiilikainens Team drauf und dran, direkt im ersten Satz überhaupt mal einen Durchgang gegen die United Volleys zu gewinnen. Es war der stärkste Satz, den die Powervolleys jemals gegen Frankfurt spielten, sie führten 23:21, obwohl sie 7:12 hinten gelegen hatten. Vor allem Michael Andrei blockte sein Team nach vorne. Dann war Jung-Nationalspieler Moritz Reichert für den Tabellendritten am Aufschlag. Und er erinnerte den Vierten aus Düren schmerzlich daran, dass es zweimal nicht gelungen war, mit ihm eines der größten Talente des deutschen Volleyballs an die Rur zu locken. Denn drei Reichert-Aufschläge später, gepaart mit den angesprochenen zwei Dürener Fehlern, bejubelten die United Volleys den Satzgewinn.

Nach dem besten Dürener Satz jemals gegen Frankfurt folgte der mit Abstand schlechteste. Dass die Powervolleys nicht die Volleyball-Höchststrafe von weniger als zehn eigenen Punkten kassierten, lag nur daran, dass die United Volleys gegen Ende drei leichte Aufschlagfehler produzierten. Beim Stande von 7:19 warf Blocker Tim Broshog sein Handtuch wütend auf den Boden. Denn da durfte er endlich wieder auf das Spielfeld. Verlassen hatte er es beim 4:6. Da ahnte er noch nicht, dass er von der Bank aus während der Mittelblocker-Pause von drei Punkten für das eigene Team einen beispiellosen Negativ-Lauf seiner Mannschaft mit ansehen werden musste.

Der Ex-Dürener Dünnes zertrümmerte Düren mit Aufschlägen und Angriffen, allerdings stellte er die Powervolleys nicht ständig vor unlösbare Aufgaben. Düren punktete auch dann nicht, wenn eigentlich alles passte. „Ich habe kein Problem damit, wenn unser Gegner punktet, weil er hart dafür gearbeitet hat. Aber wir dürfen Punkte nicht einfach verschenken. Vor allem nicht, wenn wir eigentlich die Fähigkeit haben, einen solchen Gegner in Bedrängnis zu bringen“, sagte Tiilikainen.

Zu Beginn des dritten Satzes steigerten die Gäste sich noch einmal, führten 5:1, waren aber nicht in der Lage, standzuhalten, als die United Volleys erneut auf das Gaspedal traten. 11:14 lag Düren nach einem erneuten Reichert-Ass hinten, danach änderte sich bis zum Ende nichts mehr an diesen drei Punkten Rückstand. „Wir haben jetzt 22 Tage Zeit, um uns für den Höhepunkt der Saison vorzubereiten. Das ist viel Zeit, die wir nutzen müssen, um ein paar Prozent besser zu werden“, kündigte Tiilikainen viel Trainingsarbeit an.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert